Dieselkaffee & Kutterkapitänin

Jeeeeh!!

Hier Kony the man ( auf Nikolas besonderen Wunsch) oder ganz einfach “der Maat”.

2 Wochen Supermolli als Abschlussevent meiner nicht ganz so individuellen Individualreise durch NZ.

Was soll ich lange faseln: Fett, alles dabei und ..es war schön!

Als altgedienter Mollimaat, den blutigen Anfang mit Mast und Schotbruch noch in den Knochen, war mir nicht ganz klar

worauf ich mich da einlasse. Nach lauen Tagen im Hafen kams dann Schlag auf Schlag. Zuerst die schon erwähnte Party,

die alle Teilnehmer sehr schockierte, dann nachdem die günstigen Winde im Hafen abgewettert wurden, raus auf die offene unendliche See.

Für mich als Maat an Land ein harter Einstieg, aber, einmal überlebt und von Nikola professionell versorgt ( es gab n Zäpfchen) gings verblüffend gut. Danke nochmal!

Das Leben an Bord hat sich in den 2 Jahren ganz schön verändert. Beim Auslaufen stehen alle stramm, salutieren dem Käptn, alles blitzt und blinkt, jeder Handgriff sitzt,Disziplin wohin das Auge blickt. Also um ehrlich zu sein, nicht ganz, aber kein Vergleich zu früher und die Sache läuft, sowieso und sehr, sehr gut!

Erwähnt werden muss auch das täglich vom Kapitän persönlich liebevoll zubereitete 15 min Curry, das mich als Maat fast völlig aus der Kombüse verdrängte.

Also übernahm ich dann das allmorgendliche Kaffeekochen bis auf das eine Mal, als der Maat verschlief und vom betörenden Duft gebrühter Bohnen erwachte.

Voll freudiger Erwartung übernahm ich vom Käptn das schwarze Gold im Glas und wurde aprupt abgestoppt. Kontaminationsalarm!! Kaffee weg, Ausguss.. Was ein Horror!!

Wie nun genau Diesel in den Kaffee kam, wer den ersten Schluck getrunken hat und überhaupt, lies sich nicht mehr genau klären.

Küche und Motorraum liegen da schon mal sehr nah bei einander.

Dann war da noch die Sache mit dem Fischen, der Megaangel von Peer, die tollsten Köder, Tipps ohne Ende, aber einfach kein Fisch?!

Die ganze Crew hat geduldig meine Begeisterung ertragen ( er angelt schon wieder) nur Jungkapitän Jaron stand mir treu zur Seite. Danke Kollege, hat richtig Spaß gemacht!

Aber vor allen Nikola musste sich als Vegetarierin ganz schön beherrschen.

Irgendwann, sie am Ruder, hats ihr dann gereicht. Zuerst die Anweisung ” gelber Tintenfisch” als Köder, dann die Ansage: “Ich fahr mal da rein, da gibts Fisch” und zack

war ein fetter Kingfisch dran..unglaublich.

Falls irgend ein erfolgloser Fischer hier mitlesen sollte: so gehts, sie weiß es!! Ob sies allerdings verrät? Ich glaube kaum, dafür tun ihr die Fische zu leid. Leider Fehlanzeige!

Ganz verzaubernd die Bordprinzessin Lina. In den unglaublichsten Situationen kommt sie mit den allerschönsten selbstgemalten Bildern, kleinen Herzen, Blumen als Geschenk und bringt die schönen Künste mit an Bord.

Allerdings sollte das nicht täuschen. Im Ring der Kissenschläger ist sie knüppelhart und kämpft mit allen Tricks. Uff.. ich hätt euch fast geschafft.

Ganz zum Ende auf der Rückfahrt von Great Barrier gabs dann noch ein schwer beeindruckendes Erlebnis gleich zwei Mal hinter einander.

Aufm Meer is ja oft so gar nix los, finde ich.

Aber dann war auf einmal Unruhe im Wasser, überall Seevögel, Action und dann Delfine..aber nicht so  5 oder 9 Stück.

Da war alles voll, überall um, neben, vor unter uns, hinter auch und Wahnsinn auch Waale mit dabei!!

Das waren geschätzte 200 Tiere ohne Übertreibung und Seemannsgarn! Wie schön und toll, ich kann gar keine Worte dafür finden.

Wir waren mitten drin im Getümmel und sie haben uns bestimmt 20 min begleitet, auf Kuschelkurs mit der Molli. Abgefahren!!

Hat uns alle sehr berührt.

Nach weiteren 2 Stunden nix los auf See ( kein Fisch ;) die gleichen dann nochmal springend, teilweise wie Raketen aus dem Wasser startend und wir wieder mitten drin.

Hammer!! Irgendwie hats denen wohl auch Spaß gemacht uns so richtig zu begeistern, denke ich. Jeeeeeh!!!!!!!

Das Ende kommt genau jetzt, denn es bleiben mir noch 10 min Akku und 4 Stunden Schlaf. Dann gehts schon los nach Auckland zum Flieger und nach Hause.

Danke ihr Lieben, ihr seid die Besten! Ich werde euch alle sehr vermissen!

Ahoi!  Der Maat

Posted in Allgemein | 2 Comments

Spüli im Tank

Spüli im Tank? Wo fang ich an? … In gemütlicher Diskussionsrunde, am Abend vor unserer geplanten Tanksäuberung (bei der der verunreinigte Diesel mehrfach mit Hochdruck gefiltert werden sollte), knallte ich einen bombastischen Hinweis auf den Tisch, den Kony the man mit seiner überirdischen Auffassungsgabe direkt in den passenden Kontext setzte. Er griff sofort zum Experimentierrohr und siehe da, wir hatten die Verunreinigung weitest gehend analysiert. Jawohl! Der überaus klebrige, schwarze Kram im Diesel und vorallem an der Tankwand ist WASSERLÖSLICH! Wasserlöslich? Ganz easy wasserlöslich? Damit haben wir mal so gar nicht gerechnet! Sofort wurden neue Pläne geschmiedet: Die Tankreinigung abgesagt, der Diesel abgepumpt und Wasser mit nem ordentlichen Schuss Spüli eingefüllt. Fühlt sich irgendwie falsch an, isses aber nicht :-) Das Ganze und das Glänzende (Boot) haben wir mit unseren Freunden der SY Oda, Duende und Perla Alba gefeiert. Party Ferry Supermolli ist wieder im Rennen! Am näxten Morgen ist die eine Hälfte der Partycrew mit eingezogenem Kopf durch die Town Basin Marina geschlichen (weil wir doch sehr laut und wild gefeiert haben), die andere Hälfte konnte sich an nix mehr erinnern… Die Abfahrt zum Segeltörn mit Kony mussten wir damit natürlich auch um einen Tag verschieben. Morgens haben wir die Marina dann mit zwei weinenden Kindern an Bord verlassen. Sie hatten drei wundervolle Tage mit John und Sandy von der MS Tiger, die wohl mittlerweile in unsere Familie adoptiert worden sind. Jaron war zum Beispiel einen Tag mit John in der Schiffswerft und kennt nun jeden und alle kennen ihn, wohingegen Lina mit Sandy im Nagelstudio war. Ja genau! NAGELSTUDIO! Mit ihren vier Jahren hat sie nun geblühmte Nägel und ich? Ich war mit meinen 25 Jahren (kicher) noch nie nicht in irgendeinem Studio. Ich kann schon jetzt nicht mehr mitreden…. Na zurück zu unserem Segeltörn: wir wollten ja eigentlich ne Nacht vor Hen and Chick Island verbringen, haben uns dann aber umentschieden und sind die Nacht duch zur Great Barrier Island gesegelt. Der Maat Kony hats nicht so gut verkraftet. Er musste gebrauch von Eimer und Medikamenten machen… Bei Sonnenaufgang motorten wir (wir hatten max. 11 Knoten Wind auf der Nase) duch Port Fitzroy, um in der Smoke House Bay den Anker auf Grund zu schmeissen. Great Barrier Island gefällt uns sehr (Fotos folgen natürlich). Der Maat hat schon 3 Fische geangelt und sieht wieder glücklich aus. Heute haben wir allerdings eine etwas dämliche Fahrt hingelegt. Wir sind in die Puriribay im Süden gemotort, um die Bucht dann für hässlich zu befinden. Zurück in die Smoke House Bay wollten wir schön Blistern, aber der Spaß hielt nur ne Stunde an, dann erwischte uns eine satte Flaute, also auch zurück gings nur mit Motor. Damit sind wir zur MS Supermolli aufgestiegen (oder abgefallen?).. Na jedenfalls gefällts uns hier besser! . . . Das Spüliwasser im Tank wird ordenlich durch geschüttelt und ist kurz vorm überschäumen (nee natürlich nicht), aber die Wände sehen schon ganz gut sauber aus! Der Plan scheint aufzugehen! Wir segeln noch ein paar Tage hier rum und dann gehts wieder zurück nach Whangarei, um die Tanksäuberung nachzuholen und all die hundert Sachen zu erledigen… …so long.. das näxte mal bloggt der Maat. Hat er gesagt!

Posted in Allgemein | Kommentare deaktiviert

Karate Kid

Karate Kid lässt grüßen.. Wir haben doch tatsächlich die Backbordbacke fertig poliert und gewachst (und schön die Arme abgewechselt..) Das Deck ist bis auf den “Laufweg” auch fertig. Man was ne Schufterei, aber es lässt sich echt sehen! Ein bissi traurig sind wir schon darüber, dass wir den “Laufweg” jetzt nicht mehr geschafft haben. Möp möp dann wärs perfekt gewesen, aber was solls, jetzt ist erstmal was Anderes dran..

Es gibt so Tage (wie heute), da glotzen die Kidz den komplett ganzen Tag Videos auf englisch. Is ja nicht so wirklich das Wahre, aber da fehlt es einfach mal am Sitter und wenn keiner da ist, übernimmts halt der DVD Player. ABER dafür läufts mitm englisch immer besser ;-)

Morgen gibts nochmal ne Einkaufstour nach Whangarei und am Sonntag schippern wir dann die Supermolli rüber, um unseren verdreckten Dieseltank reinigen zu lassen. Also alle mal schön die Daumen drücken, dass wir den alten Tank wieder reaktivieren können, dann hätte die Kanisterei an Bord ein Ende und die Konservendosen aus meinem (eh schon viiiiel zu kleinen) Schrank könnten Platz in dem zur Zeit genutzten Ersatztank finden.

so long aus dem Wahnsinn..

Wischen und polieren..

Alle müssen ran, damit..

.. sich die Kidz wieder spiegeln können ;-)

hach hüpsch.. wie ausm Ei gepellt (passend zu Ostern).. jetzt nur noch die andere Seite…

Die Heimat glänzt auch wieder.

3 oder 4 mal Außenkante von Innen mit Primer..

2 mal mit Endlack

Nach ner halben Stunde (in der wir praktisch nicht atmen durften) hat er’s geschafft. Puh!

Die Sülkante ist komplett abgeschliffen, geölt und..

..mal wieder Edelstahl entrosten.

Babysitter Diego (das Bild wollten die Kleinen im Blog haben)

Mister Miago (oder wie auch immer er hieß), wär stolz auf uns.

In der Karibik hatten die Fischerboote noch so schöne Namen wie “One Love”. In unserer Marina ist was anderes hip: “the Vandal”, “Striker 3″, “Obsession”, “Darkside” oder “Wave Crusher” to name a few.. Aber mein favourite ist das kleine Seenotrettungsboot am Steg hinten links:

CIRCA RESCUE?

..so long…

:: wir haben von der SY Stormvogel einen Link zu ihrem Blog bekommen, bei dem sie uns vor knapp 2 Jahren beobachteten, wie wir in Cuxhafen eingelaufen sind.. Mit Fotos. Das hab ich nochmal in unserem Blog an die richtige Stelle gepostet: Alter Blogeintrag huiuiui

Posted in Allgemein | 3 Comments

müde

So langsam beneide ich den jenigen, der mal unser Schiff kaufen wird. Ich hätts auch gern in dieser Verfassung übernommen! Die Tage sind gefüllt mit arbeiten am Schiff. Die letzte Portion Antibiotika ist aufgebraucht und wir können wieder gerade aus gucken. Denoch ist noch soo viel zu tun, aber ich habs jetzt erstmal geschafft die Bilder hochzuladen (ab dem 12.3.).

..so long..

Posted in Allgemein | Kommentare deaktiviert

Mutterschiff Supermolli

Nach 62 Knoten Wind im Hafenbecken sind wir nun alle auf Antibiotika, Tee und Bananen – das ist grad die erschreckende Realität auf dem Mutterschiff. Die Bazillenschleuder liegt immer noch in Marsden Cove/Whangarei Harbour. Es fühlt sich nach Quarantänedock an. Kaum einer traut sich mehr in unsere Nähe und Frauke und Jaron haben sich schon längst aus dem Staub gemacht. Wir sind sehr traurig darüber. Schnief. Es hat so viel Spaß gemacht die Beiden mit an Bord zu haben!

Jetzt sitzen wir hier und was bleibt uns? Genau! Zwischen der Medikamenteneinnahme arbeiten wir weiter fleissig an der Aufhübschung unserer sowieso schon so schönen Supermolli. Das Deck muss ja noch richtig glänzen! Das heißt alles anschleifen, mehrere Schichten Farbe und unrutschig solls auch noch sein. Das ganze Holz muss auch noch abgeschliffen und mehrfach gestrichen werden. Dazu kommt, dass das Wetter leider nicht mehr soo beständig ist. Zwar keine Stürme mehr, aber dafür dröppelts immer mal wieder.. Tja und die Magenschmerzen, die die Mandelentzündung beiseite gedrückt haben, sind auch nicht so richtig förderlich. Und irgendwie ist unsere TO DO Liste immer noch unterirdisch lang!

Die Zeit tickt, weil wir so schnell wie möglich wieder in den Pazifik aufbrechen wollen, aber vorher, ja da ist noch ne Menge zu tun. Der Plan ist Anfang Mai die Segel zu hissen und nach Fidji aufzubrechen. Dann gibts im Südpazifik keine Hurrikane mehr. Jupp das muss klappen!

Die Kids nehmens wie immer locker. Sie düsen auf ihren neuen Rollern durch die recht ausgestorbene Marina oder buddeln je nach Verfassung stockend bis enthusiastisch im Sand der Bream Bay. Seit gestern sind die Mägen wieder fit für Eis, also alles in Butter.

Ach und die Zahnfee hat bei uns eine Überraschung (einen versteinerten Dinozahn, der Millionen Jahre alt ist) gebracht und für jeden weiteren Zahn gibts je nach Landeswährung ca einen Euro. Habt vielen Dank für die vielen Tipps, dieser hat uns am Besten gefallen!

..so long.. und Bilder folgen sobald ich nicht mehr mit den Kindern ins Bett falle :-)

Antibiotika für alle!!

ach ja das Beweisfoto.. Ich hoffe ich muss das Bild nicht irgendwann noch mal toppen..

Hach sie ist sooo schön wie sie so da liegt..

Aber dafür muss man auch was tun: Das Deckshaus wird wieder abgeschliffen.. Die neue Farbe hatte nicht auf der Epoxygrundierung gehalten, weil auch hier Streichzeiten eingehalten werden mussten. Also alles wieder runter. Möp

Der neue Anstrich Epoxyprimer (grün) und da drauf die erste Schicht Decksfarbe)

dann alles schön abkleben, weil nur einige Stellen mit Sand rutschfest gemacht werden.

der näxte Anstrich mit Sand

und dann nochmal drüber. Jetzt siehts tipitopi aus.

Die Raffinerie nebenan verbrennt überschüssiges Gas. Nachts ist das mit unter ganz beeindruckend.

Das ist der Mond und nicht die Sonne in Shanghai. Bei Vollmond ist es hier sooo hell und irgendwie sieht er hier größer aus..

Und wer sieht das Gesicht vom Mann im Mond??

Marina Romantik – aber ich schweife ab. Zurück zur arbeit..

Das Deckshaus sieht wirklich gut aus.

Viel Holz ist schon lackiert (natürlich nicht nur einmal)

und langsam verschmelzen wir mit unserem Schiff

Die Lukenränder sind abgeschliffen und auch das restliche Holz am Deckshaus wird bearbeitet..

Die Doraden “Sockel” sind auch abgeschliffen und schon 6 mal gestrichen (wie alles Holz auf dem Schiff). Das hintere Deckshaus ist auch fertig geschliffen und lackiert.

Der Kapitän trägt heut wieder Atemschutzmaske..

Die Aussenkante ist mal wieder dran.

Der Rumpf schon halb aufpoliert.

Alle Verbindungen zwischen Deck und Klampen werden überprüft, abgeschliffen, gereinigt..

..und natürlich gestrichen.

Posted in Allgemein | 2 Comments