so viel passiert hier den ganzen tag ja nicht. mal wieder den lego fisch in nen dino umgebaut und nikola macht täglich vorschule mit den kleinen während ich irgendwas rumbastel. ich wollte hier mal beschreiben wie wir segeln. seit tagen haben wir jetz 115° bis 140° scheinbaren achterlichen wind und wir segeln die ganze zeit mit allen 4! segeln. wir können unsere genua ab 115° windwinkel in luv ausbaumen. sie ist mit 30qm recht klein und hoch geschnitten, allerdings können wir sie nur deshalb mit unserem 5m monster spibaum so aufstellen, dass sie annähernd 90° am stag steht. verrückter weise entwickelt sie schon bei 120° windwinkel ordentlich zug. soviel, dass es kaum einen unterschied macht ob der wind noch weiter achterlich kommt. hinter der genua steht dann die fock am babystag. die hat nur 15qm, macht aber noch gut druck, solange der windwinkel nicht größer als 140° wird. zumal selbst ein halber knoten macht ja auf dieser überfahrt am ende einen tag weniger:). klar, das groß steht tagsüber ungerefft bis 25 knoten, hat ja auch nur 30qm und nachts nehmen wir es ins 2te reff. solange der wind nicht sehr achterlich kommt, setzen wir auch noch den besan im 1ten o 2ten reff. er verschattet zwar das groß, da er mit 20qm verhältnismäßig groß ist, allerdings lässt sich mit ihm das schiff optimal am ruder trimmen. unser ruder hat während der fahrt nur minimale wirkung auf die fahrtrichtung. unsere molli steuert praktisch nur mit segeldruck und liegt brutal stabil durch ihren langkiel. bei gutem trim steuert unser autopilot das schiff so, dass die ruderlage selbst bei achterlich durchlaufender see nie mehr als 5° berägt. der parameter für kursgenauigkeit im autopiloten hat eine range von 1 – 10. egal was da draussen los ist, er steuert die molli bei 3. soll heißen, er hat nix zu tun. von anderen seglern hören wir manchmal, dass der autopilot aussteigt, weil der ruderdruck einfach zu stark wird, dass wird uns nie passieren. unser ruder ist zwar nicht ballanciert, aber durch unser nun gut laufendes lenkgetriebe im steuerstrang, können wir praktisch bis 15° ruderlage mit einem finger steuern und unser autopilot hat so viel kraft, dass ich das steuerrad kaum anhalten könnte wenn ich wollte. es ist einfach ein geiles gefühl unten im salon zu sitzen während draussen die post ab geht. immer in dem sicheren gefühl, dass der digitale kollege die sache schon schaukelt. zumal er auch nach windwinkel steuert und nicht nach kurs, da ist auch die berüchtigte patenthalse zum glück ausgeschlossen:) und ganz unter uns, die letzten 5000 meilen haben wir vielleicht 20 stunden zum spaß gesteuert. der digitale steuermann macht es einfach viel besser. uns macht es mehr spaß die segel zu trimmen und alles aus der molli raus zu kitzeln. an dem punkt würde wir maschinen auch konsequent ablehnen:) heute haben wir trotz gereffter nachtfahrt und unserer handbremse dem schleppgenerator ein etmal von 177 NM rausgesegelt. nicht schlecht für 11,5m und 15 tonnen. na gut, unser freund der humboldstrom hat etwas nachgeholfen, aber morgen greifen wir wieder an. durch unsere pannen der letzten zeit sind wir auch etwas in verzug geraten und müssen das feld mit unseren freunden von hinten aufrollen. es bleibt uns fast nichts anderes als die sache etwas sportlich zu nehmen:)) also los.
leute, was mir gerade noch einfällt kennt ihr kony aus münster?? ja, der mit dem pommesöl bus vom schönsten wagenplatz der welt. der urraver kennt ihn auch noch hinterm wagenburger stand…… is klar, jahre her. der typ is unser tourbegleiter und macht alle unmögliche möglich. alteeer wenn der maat nicht wäre, hätte ich arme wie schwarzenegger und die molli wäre wohl schon untergegangen und wir auf dem heimweg. egal, es wäre zu viel hier fürs detail.
maaaaaaattt, du bist großartig und unersetzbar. wir lieben dich.
was fürn geiler typ.
gute nacht.
..oder anderen Scheiß machen..
Der Kapitän erstzt einen Drehknopf gegen ein Epoxy-Lego-Knopf

