Der Spuk ist vorbei! Der Wind hat sich abgekühlt auf 22 Knoten. Puh! Die letzten 2 Tage waren ganz schön heftig. Wir hatten in Spitzen 37 Knoten Wind und wie schon gesagt, eher von der Seite als von hinten. Die Wellen haben manchmal so doll gegen den Rumpf gerumst! Hui, da sackt das Herz in die Hose! Die Wellen kommen hier mit einer unglaublich kurzen Amplitude. Es erinnert ein wenig an den Englischen Kanal, warum das so ist, weiß ich nicht.. Wir segeln eigentlich auf dem offenen Pazifik. Keine noch so kleine Insel und auch kein Atoll zwischen uns und Südamerika. Schon merkwürdig. Ich muss zugeben, dass ich Nachts mitunter echt Angst hatte, meinen Rundumblick zu machen, weil ich dachte gleich rollt ne Riesenwelle an und reisst mich einfach über Bord oder die Molli hauts um. Natürlich weiß ich, dass das nicht passieren kann und Molli läuft mit unserem starken Autopiloten fantastisch auch bei so einer See, aber manchmal setzt mein Hirn dann einfach aus… Am Tag ist es dann ganz anders. Die gleiche See, der gleiche Wind ist auf einmal faszinieren schön. Das Meer glitzert in der Sonne und es ist schwer den Blick abzuwenden. Na ja zum Glück ist diese Nacht wieder ruhiger.. Ich muss immer an Pit Schmitts Worte denken: “Auf See bekommt man was man verdient.” Jetzt grübel ich die ganze Zeit womit ich das verdient hatte. Eigentlich dachte ich, dass ich grad ganz gut drauf bin 🙂 Na ich hab ja noch ein paar Stunden in meiner Nachtschicht, vielleicht fällts mir ja später ein.. 425 Seemeilen liegen hinter uns, 170 fehlen noch bis zum Atoll.. so long..
ich weiß ja, dass man keine großen Wellen wirklich realistisch fotografieren kann, aber hier sieht man den Regenbogen, den die Gischt immer verursacht ganz schööööööööön..
Die Kurzen interessiert das Wettergeschehen mal wieder so gar nicht. Sie liegen in ihrer Koje oder besser: sie sitzen auf Anti-rutsch-Matten und schauen ihre Lieblingssendung (Raumfahrer Jim)
Der Carp-itän überprüft die Segel





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