Hallöle! Nach 2 Tagen idealem Segelwetter mit 18 – 25 Knoten Wind und Sonne satt, scheint die Sache jetzt erst mal etwas ruhiger weiter zu laufen. In Rolfs Wache ist der Wind mal eben auf sparsame 10 Knoten eingebrochen und der Wetterbericht sieht so aus, als würde es noch länger dauern bis er wieder angemessen eintrudelt. Nun gut, dann werden wir morgen früh wohl mal den Blister ins Rennen schicken. Wer hätte das auf dieser Passage gedacht, wir haben eher die Sturmfock im Anschlag gehabt. Aber egal, ich will hier nicht nach 45 Knoten rufen sondern freue mich über entspanntes Segeln. Nach wie vor haben wir SY ODA uns SY CORVIDAE in unmittelbarer Nähe um uns rum und zum Glück steuern unsere Autopiloten alle nach Wind Einfallswinkel, so das wir nachts nicht immer Angst haben müssen in einander zu krachen. So ein dezenter Konvoi macht gerade für SY ODA besonders Sinn, da sie ein Bowdenzug in der Steuerung nur notdürftig geflickt haben und nun hoffen damit in NZ an zu kommen. Einige um uns herum haben ganz ordentlich Pannen gerade. Unsere lieben Freunde Heidi und Peter ( hands up, wem zu den Namen was einfällt:-) von der Sy Sturmvogel hat es mal wieder besonders hart getroffen, die kamen mit einen gebrochenen Unterwand ins Minerva Reef rein. Während der notdürftigen Reparatur im Mast, bei ordentlich Wind und recht hoher See, ist ihnen dann auch noch die Windsteueranlage abgerissen. Zum Glück konnten sie die aber noch an Deck bringen, viel mehr Pech geht wohl nicht. Wir sind natürlich rüber zu den beiden und haben Hilfe angeboten. Die brauchten aber nach dem ganzen Stress erst mal ne Pause und waren in Begleitung einer anderen Yacht mit der sie die Schäden notdürftig flicken wollten. Was für ein Wahnsinn, immer dieser Stress! Hier is im übrigen alles gaaaannz anders gerade. Tagsüber lesen oder einfach mal vor sich hin dösen sind so Dinge die mit Familie einfach nischt drin sind. Macht auch Spaß, aber ich vermisse meine drei vertrauten Seefahrer schon ganz schön doll. Da Rolf und ich eigentlich recht zügig unterwegs sind, versucht Nikola die Flüge etwas nach vorne zu schieben und praktisch zeitgleich mit uns in Neuseeland anzukommen. Jip, das wäre mir sehr lieb und ich freu mich schon meine geliebte Frau und die kleenen Rocker in die Arme zu nehmen…..auch wenn ich dann wieder immer über das ganze Spielzeug stolper und mir irgendwer um 6.30 Uhr verrückte fragen über Prinzessinnen oder ferngesteuerte Feuerwehrschiffe stellt. Irgendwie wusste ich das doch schon immer, dass gehört einfach dazu.
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