O.K. der Anker liegt und wir sind da, aber die Sache war doch eher ungewöhnlich. Obwohl wir weniger als 2 Meilen von der Insel entfernt waren, konnten wir Sie nicht sehen. Es hätte also Nacht gewesen sein können, war es aber nicht. Es war nur die süße Front eines Tiefdruckgebietes die rechtzeitig zu unserer Ankunft in Vanuatu eingeschlagen ist um uns die Sicht zu nehmen. Regen ohne Ende, dazu tief hängende Wolken und zackige 25 Knoten Wind beim Einlaufen, in die vor Wind nur dürftig geschützte Bucht, haben uns schon ganz ordentlich staunen lassen. Aber alles halb so wild, nach knapp 20.000 Meilen auf dem besten Schiff der Welt kann uns sowas nicht mehr schocken. Die Crew is locker geblieben und selbst beim ankern in diesen Bedingungen war der Belustigungsfaktor der Zuschauer in den Yachten der Umgebung gleich null. Sehr gut. Wir sind dann gleich zum einklarieren an Land und sofort haben wir gemerkt, dass es hier besonders ist. Alles wirkt viel ursprünglicher und natürlicher als die Orte in denen wir bisher gewesen sind. Klar habe wir erst ein Dorf gesehen, aber es drängt sich uns massiv der Eindruck auf, als könne Vanuatu am Ende unserer Segelreise ganz oben aufs Treppchen unser beliebtheits Rangliste klettern. Die Menschen sind, wie eigentlich auf unserer gesammten Reise durch den Pazifik, super freundlich. So freundlich, dass es uns sogar manchmal verwundert. Ein Großteil des Lebens findet hier draußen statt und irgendwie verschwimmen die Gärten der Hütten mit den Pfaden und Plätzen des dörflichen lebens. Wir haben den Eindruck das viele Segler ungeniert in die Dörfer einfallen um besonders nah an das aufregend ursprüngliche Leben zu gelangen. Die Zeit ist auch auf dem wasser knapp und es wollen oft möglichst viele Inseln in kurzer Zeit besichtigt und abgeharkt werden. Wir würden auch am liebsten sofort mit den Menschen hier zusammen Tee trinken und plaudern, aber für uns geht Respekt anders. Wir versuchen abstand zu halten und bewegen uns wenn möglich am Strand fort. Wenn wir doch Pfade benutzen, suchen wir nach den unaufdringlichsten und fragen die Menschen denen wir dort begegnen, ob es in Ordnung ist Sie zu benutzen. Am Ende glauben wir, das uns diese Zurückhaltung näher an das Leben führt. Immerhin hat Sie uns eine unglaubliche Zeit in der Familie von Mesut und Ranandi in Fiji beschehrt. Das war so schön……. wir vermissen die beiden doll.
OK und am Ende noch ne kleine Belustigung, die mir vorige Woche bei einer Taxifahrt mit einem offensichtlich kleinkrimminellen Fahrer in Lautoka Fiji, wiederfahren ist. Nach munterem Smaltalk fragte er mich: YOU SMOKE BOB MARLEY ? ich so : WHAT!! er so: SMOKE BOB MARLEY? bei einem tiefen Blick in seine glasigen Augen meine Antwort: NO! Aber gelacht hab ich, als hätte ich gerade nen dicken Joint geraucht……..







































