Yeah wir haben gestern Abend kurz nach 12 unseren Anker auf Spanischen Grund fallen lassen! Das war ne rausche Fahrt! 4 Tage und 4 Stunden haben wir für die Biskaya von Falmouth bis Vigo gebraucht. Wie viele Seemeilen es waren, weiß ich grad nicht. Das rechne ich dann später mal aus..
Ich würde mal sagen, dass der Törn ohne unseren Freund Pit ganz schön übel gewesen wäre, da wir die ersten anderthalb Tage mit Seekrankheit und kaltem Wind (5-6Bft) und 3 Meter Wellen von vorne rechts kämpfen mussten. Jaron war wieder der Seefesteste der Familie Carp, dicht gefolgt vom Kapitän Carp. Mir gings sehr bescheiden und Lina, die Arme musste sich mehrmals übergeben. Kein Wunder bei dem Gestampfe! Vomex hat sie gerettet und den Rest des Tages vegetierten wir vor uns hin. Mein einziger Gedanke galt Pit, der sich super um uns gekümmert hat. Er hat uns vom feinsten bekocht und half an allen Ecken und Enden! WOW DANKE NOCHMAL!!!
Unsere Supermolli hat die Rauschefahrt übrigens bestens geschaukelt. Wir sind uns ganz sicher, das tollste, sicherste und sowieso schönste Schiff der Welt zu haben 🙂
Dann kam ein Tag mit etwas weniger Wind und dementsprechend auch weniger Seekrankheit. Wir konnten den ganzen Tag draußen verbringen. Den Kleinen gings prächtig und Marcus und ich kämpften nur noch mit dem Übel, wenn wir länger unter Deck waren. Pit ging fast die ganze Nacht Wache und wir konnten “schlafen”. Puh!
Der dritte Tag war ein windloser, sonniger Tag. Wir probierten unseren neuen Blister zu setzten, aber der “Wind” schaffte es noch nicht einmal die Schot hoch zuheben, somit musste unser Motor ran.. Dann ein kleiner Schock. Der Autopilot setzte aus. Genau in dem Moment wo wir Marcus im Bootsmannstuhl auf den Besanmast hochkurbeln! Unsere Wlan Antenne wackelte unschön am Top. Leider ließ sich das Problem der Antenne auch nicht lösen. Die Befestigung ist echt scheiße und wir hoffen sehr, dass die Wlan Antenne noch lebt. Allerdings siehts wirklich nicht gut aus..
Aber zurück zum Autopilot: Marcus fand den Fehler: Der verschweißte Stecker zum Autopilotkompass hat einen Wackelkontakt. Hmpf. Marcus reparierte den Schaden Mac Gyvermäßig.. Ich war seehr stolz auf meinen Kapitän!!
Ja und am vierten Tag setzte der Autopilot noch einmal kurz aus. Marcus überprüfte mal wieder alles und siehe da: nur 6 Volt am Kurscomputerausgang! Arrgh! Er verbracht fast den ganzen Tag im Motorraum und tauschte wieder fleißig alle Kurscomputer durch, aber keine Besserung. Um unseren neuen Autopilotmotor nicht ins Jenseits zu befördern, stellten wir den Pilot ab. Sch****! Wir änderten kurzerhand unsere Pläne (eigentlich wollten wir direkt bis Portugal segeln) und steuerten Vigo an.
Am Kap Finisterre segelten wir bei 25 Koten Wind mit Passatbesegelung und ca. 20 Delfinen im Sonnenschein. Es war wirklich, wirklich wunderschön! Alle drehten durch (außer Pit, der lieber Fische fangen wollte :-))
Und dann, kurz vor Vigo.. Peng! Rauscht das Klüversegel runter. Schäkel putt.. Egal wir habens geschafft!!
Hier ists toll! Das Wetter ist prächtig das Wasser hat die richtige Temperatur und wir sind da, wo wir hin wollten!
WIR HABEN GEWONNEN!
Fotos gibts später ich muss jetzt leider meinen Bauch in die Sonne halten..
..sol long..
und nachträglich ein paar Fotos
entspanntes spielen in der biskaya
Autopilotkompass a la Carp/Gyver
land in sicht – kap finisterre









13 Responses to Biskaya we did it!