Hallo zusammen, hier kommt mal ein Lebenszeichen der Gestrandeten.
Wir sind noch in Goa und alles ist gut, aber in diesem Blog geht es um einen 5 tägigen Ausflug nach Hampi, einer größtenteils ruinösen Telpelstadt aus dem 13. bis 15. Jahrhundert. Da Ich (marcus) diesen Blog schreibe, wird es leider nicht so spektakuläre Hintergrundinformationen geben. Aufgrund fehlenden Wissens muss ich mich leider auf einen Erlebnissbericht beschränken. Zu allem Pech ist auch noch der kleine Reiseführer abhanden gekommen, mit hilfe dessen wir uns durch die Ruienen geschlängelt haben und ich kann nur hoffen das Nikola das alles noch irgendwie zusammen bekommt und unter den Bildern erklärt.
Und los….. Im Nachtbus waren wir eine Nacht unterwegs.
Unaklimatisiert und anfangs noch ohne Liegefläche, das klärte sich dann aber. Ja, anstelle zweier Sitzreihen (4 sitze auf einer Seite des Ganges) gibt es eine Liegefläche und davoe zwei übereinander. Für eine Person mit Kind optimal, mit einer unbekannten Person wäre es zu eng und nicht zu empfehlen. Morgens dort angekommen haben wir uns gleich den besten Rikschafahrer rangerufen der uns erstmal zum relaxen in ein uns empfohlenes Resort gebracht hat. “Whispering Rocks” klingt leicht übertrieben, aber wer die Landschaft in Hampi sieht, versteht sogar solche Namen:-)
Alles sieht so aus als hätten Riesen dort mit Steinen gespielt und bestimmt auch wegen dieser unfassbaren Landschaft haben die alten Könige dort ihre Tempel gebaut. Sagenhaft.
In dem Resort angekommen haben wir uns eine Hütte geschnappt, die letztlich in eine Höhle gebaut war. Sehr rudimentär aber klimatisch extrem angenehm. Leider musste Nikola in unserer Höhle gleich eine Ratte im Schubladenschrank fangen, während diese dort genüsslich unser Brot essen wollte. Damit war dann aber ganz schnell schluss als wir den ganzen Schank vor die Tür getragen und langsam die Schublade geöffnet haben…….
Aber sonst haben wir da toll geschlafen und nicht nur für die kleinen war die Hütte ein Erlebnis. Jut, am nächsten Tag haben wir uns dann auf den Weg zu den Tempeln gemacht. Leider konnten wir uns an diesem Tag nur die Tempel um Hampi Basar ansehen und uns eine Unterkunft in der Nähe des Flusses suchen. Damit waren wir dann ziemlich im Zentrum von allem und konnten uns die nächsten beiden Tage dann ohne weite anfahrt alles ansehen. Es war tagsüber schon so heiß, dass wir nur morgens und abends mit unserem lieblings Rikschafahrer “Darwan” durch die Tempel tuckern könnten. Die Größe des gesammten Gebietes auf dem die Tempel stehen, würde ich mal auf 50 qkm schätzen. Zu Hochzeiten haben in Hampi bis zu 500.000 Menschen gelebt, heute sind es knapp über 2000 und mindestens genau so viele Affen leben dort. So und jetzt schaut euch am besten die Bilder meiner Frau Fotografin an. Mit Worten komm ich hier nicht wirklich weiter. Eine Geschichte muss ich aber noch schnell erzählen weil sie uns so beeindruckt hat. In der Hindu Mythologie gibt es eine sehr wichtige und lange Erzählung über das Schicksal einiger ihrer Götter: ” Sita ” die zu Lord ” Rana” gehörte, wurde vom Dämon ” Ravana” entführt und der Affengott “Hanoman” hat sie letztendlich aus der tristen Gefangenschaft befreit. Ok, es kann sein dass ich wichtige Passagen unterschlagen habe aber im Groben war es so. Die Geschichte stammt aus 400 v.Ch und wird in 7 Büchern mit 24.000 Versen erzählt. Ein Buch ist sehr groß, sehr dick und die Seiten sind sehr sehr dünn. Wir waren in zwei Tempeln in denen diese Geschichte von 2 Mönchen in abwechselndem Gesang vorgetragen wurden. In einem der Tempel wurde diese Geschichte seit 5 Jahren ohne auch nur eine kleine Pause gesungen und es sieht so aus als würden sie niemals wieder aufhören sie zu singen. Als wir diesen heiligen Leuten begegnet sind, war das eine zutiefst beeindruckendes Erlebnis. Auch ohne zu wissen was Sie da taten haben wir sie irgendwie verstanden.
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