Na, dann versuche ich das erlebte doch mal in Worte zu fassen:) ein unterfangen der schwierigeren Art.
Wie bestimmt schon mal erwähnt sind wir keine Seebären mit 1000en von Meilen auf dem Rücken sondern welche, die sich fast unbemerkt immer wieder mal an ihre Grenzen pirschen. Ich erinnere mich an einen Moment, als Nikola und ich uns eines morgens bei rauer See im Niedergang trafen und halbwegs entsetzt auf die Brecher schauten die mit unüberschaubarer Wehemens in Richtung Cockpit preschten. Sie so „ hätte ich vorher gewusst das das so ab geht wär ich aufm Sofa geblieben“. Ich so“ scheiße, ich auch“. Naja, obwohl die Wellen die gesammte Überfahrt annähernd gleich hoch blieben , waren sie ab Tag 3 nur noch halb so bedrohlich und am ende der Fahrt haben wir die Berge eigentlich nicht mehr wahrgenommen. Schon irre an was man sich so gewöhnen kann. Auch unser Kahn war der Hammer. Sicher fehlt mir der Vergleich, da wir ja noch nie ein anderes Schiff in so einem Wetter gesegelt sind, aber die Molli hat uns immer zu verstehen gegeben das die Sache läuft. Im inneren der Dame war es immer ruhig und nichts von dem starken Wind oder den Wellen von draußen war zu hören oder anders war zu nehmen. Verrückt. Nur im Vorschiff hat es etwas geblubbert, immerhin haben sich ja auch 16 Tonnen Stahl durch die Wellen gefräßt. Für diejenigen unter euch die sich unter Schiffsbewegungen in so einem Wetter nichts wirklich vorstellen können, sei am rande erwähnt, dass es nicht nur hoch runter geht, sonder das Schiffe auch ins „rollen“ kommen. Nicht selten bewegte sich die Molli von 40 Grad Schräglage zu 40 Grad Schräglage der anderen Seite und das ganze gerne in unter 3 Sekunden! Da bleibt auch die Frage hinfällig woher die ganzen blauen Flecke an den unmöglichsten Stellen kommen. Die Tatsache hingegen, dass die Kinder den Ritt ohne jegliche Blessuren überstanden haben, bestätigt uns in unserer Beobachtung. Die beiden haben mittlerweile ein unglaubliches Gleichgewichtsgefühl und bewegen sich absolut sicher in ihrem Zuhause, annähernd egal wie es schaukelt. So solls sein und es ist nicht mehr lange hin, da balanciert Jaron mit Regenschirm über die Reling und Lina führt bei 30 Knoten Wind eine Hacke Spitze Schrittfolge am Besanbaum Handlauf vor.
Wie auch immer, als dann tatsächlich irgendwann Land in Sicht kam und Nikola und ich erst mal n Glas Schampus gezischt haben wars perfekt. Na alles eben. Damit hier keine falschen eindrücke entstehen, der Schaumwein lag seit unserer Heirat vor 5 Jahren im Schrank und drohte schlecht zu werden. Er musste weg 🙂 So was kommt uns nur selten ins Haus. Zur Freude aller sind wir dann nach dem festmachen im Hafen auf unsere lieben Freunde der „SY Felice“ aus Norwegen getroffen. Die sind mit 3 Kindern unterwegs und echt Tolle Typen. Nach einem ultimativen Babyfon Reichweiten Test saßen wir bis zum kollektiven Augenzuklapper in deren Salon, haben erzählt ,getrunken gelacht und uns alle ohne Ende gefreut.
Was für eine geile Woche!
Stimmung ist bestens an Bord……
Unsere Freunde von der Nausicaa. Papa Schlumpf am Ruder macht schon nen schmalen Schuh.
Brutales Gewitter am ersten Abend auf unserem Törn Richtung Kap Verden ca. 10 Meilen entfernt. Umkehren oder weiter? Wir sind dann weiter und haben den Hebel ordentlich auf den Tisch gelegt.
Krach schepper….
Bordaffe:)
Nikola an ihrem Tisch. Wenn sie das Wetter nicht bekommt dann bekommts niemand.
Ordentlich Wind zieht auf
Sieht luschig aus, is aber ganz ordentlich im Original.
Unten wird schön gebastelt
gelesen…..
…….durchgedreht………
…..geklettert…..
….und nicht zuletzt mit maximalem Spaß abgetanzt!
Draußen kommt die Nacht. Immer bewölkt und fast kein Mond. Schade.
2tes Reff, kleine Fock und gut 6 Knoten. Tippi Toppi.
OK, alle leicht angezählt an Tag 5 aber absolut juuut druf die Carps.
Land in Sicht!!
Toni hat den bösen Sven gesichtet und grübelt über Strategien wie wir ihn endgültig auslöschen könnten.
Rauhe Küste Sao Vicente
Wilkommensdrink mit unseren Freunden von der SY “FELICE” im berüchtigten Clube Nautico.Was für ne Freude. Wir können es kaum glauben aber jetzt ist es soweit. Europa ade Welt juhe. Oder so. Tüt alle Carps




















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