anspruchsvolles Schlafen

Der 4. Tag auf See neigt sich dem Ende. Wir sind in den letzten 3 Tagen 386 gesegelt. Davon lief der Motor knappe 3 Stunden. Soweit die Zahlen erstmal.. Am Freitag sind wir ja endlich los gekommen und wider erwartend stand die Welle gar nicht mit angekündigten 3 Metern aus Nord sondern eher mit 2 Metern aus Nordost hinter den Inseln. Dementsprechend ging es uns allen auch ganz gut! Nachmittags hing auch schon eine Blauflossenstachelmakrele am Haken und nachdem der Fischgeruch aus unserer Kombüse “duftete”, waren wir alle etwas Seekrank. Ich hab mich gleich abgepflastert. Der Kapitän hat noch bis in die Nacht durchgehalten und unsere beiden Matrosen sind gänzlich ohne Medikamente ausgekommen (aber die müssen ja auch nicht unter Deck zum Bereitschaftsdiest bei Jaron und Lina antreten. Obwohl die beiden Kleinen Samuel und Lenny am liebsten mit ins Bett nehmen würden :-). Jaron und Lina hüpfen mit ihren Seebeinen durch den Salon während wir uns ständig irgendeinen Zeh oder was auch sonst noch so vom Körper absteht, stossen. Der sternenklare Abend brachte uns sogar eine kleine Flaute, die wir locker wegmotort haben. Der 2. Tag brachte uns im Durchschnitt 18 kn Wind und ordentliches Geschaukel. Aber keiner ist aus seinem Bett gefallen und am Abend gabs noch eine kleine Überraschung in Form eines fliegenden Fisches, der durch die Decksluke der Kinder über ihr Bett bis in den Salon gedüst ist und nur durch Marcus Fuss am Navitisch am weiterfliegen gehindert wurde. Da haben wir aber nicht schlecht gestaunt! Der 3. Tag brachte wieder 19 kn Wind und Sonne satt und wir genießen pur! Samuel hat ne 1a Ghana Flagge gebastelt und gehisst, nur Lenny tut sich mit der österreichischen Flagge etwas schwer (er sagt sie sei so langweilig, aber ich vermute, er kann nicht so gut mit Stiften und so). Das einzige was grad nicht so schön ist, ist der Wassermacher, der irgendwie rumzickt. Wir haben zwar 400 Liter Wasser an Bord, aber mal die Zähne mit Süss- statt Salzwasser putzen, das hätte schon was. Marcus ist dem Fehler auf der Spur und ich vertraue meinem Captain da voll und ganz. Das Funken, um die Wetterdaten zu bekommen ist und bleibt auch eine nervige, zeitaufwändige Angelegenheit. Nuja. Tag 4 kam mit 20 kn daher und nun (gegen Abend) flaut es wieder ab. Das scheint hier wohl normal zu sein.. Wir konnten 2,5 Schiffe sehen (,5 weil nur Samuel und Marcus Eines kurz erblickt haben. Vielleicht war das aber auch Wunschdenken). Mittags gabs noch einen kleinen Wellenschauer in Linas Bett. Das hat sie nicht gerade entzückt, aber hier trocknet ja alles super schnell. Ach und unsere Bordzeit ist seit heute UTC -2. Und ich bin jetzt hundemüde. Molli tanzt einen Tanz nach dem Anderen mit dem Atlantik und wir schwofen mit. .so long..

nachträglich ein paar Bilder:

Guten Morgen!!

Papa ist müde von der Nachtschicht, aber die Kids wollen trotzdem spielen…

Jeder sucht sich seinen Platz um wieder ein bisschen aufzutanken

Jarons größter Spaß: die Bananen von der Staude pflücken. Ich glaub sein Rekord lag bei 8 Bananen zum Frühstück. Damit hat er ganz klar seinen Papa getoppt!

mit Samuel spielen – das Größte!

Wir probieren verschiedenste Segelstellungen aus…

den zwei gehts prächtig!

..nur scheiß im Kopp..

ein Sonnenaufgang

einmal Mittagssonne

ein Sonnenuntergang

einmal der Mond (es wurde nachts wirklich nicht dunkel)

Am näxten Morgen ging die Sonne doch tatsächlich wieder auf.. Guten Morgen!!

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