wenn ich aufsteh, gibts erst mal ne lecker yum yum tütensuppe. während der atlantik querung bin ich da leider in abhängigkeit geraten. die version, die wir von den tüten in panama gekauft haben, sind aber so was von scharf, dass es mir beim frühstück sofort den schweiß ins gesicht treibt. tja, als vegetarier hatten wir nicht wirklich auswahl und so blieb uns nur geschmacksrichtung ultra hot mit flammen verziert. ok, gibt schlimmerereres. wirklich schlimm ist aber, dass nun seit 36 stunden der motor läuft und es wohl auch noch für weitere 24 so bleiben wird. kein wind und die vorhersage will uns auch noch erklären, das wenn er denn morgen kommt, er genau von vorne aufschlägt. seglers traum so zu sagen. egal, wir versuchen möglichst viel süd zu machen um dann hoch am wind nach galapagos zu segeln. ich glaub dran. ich glaub auch dran, dass der kleine vogel, den jaron leider versehentlich und unbemerkt mit einer bananenschale von der molli rasiert hat seinen weg nach hause gefunden hat….. halt, von vorne. also, ich saß so nachts im cocpit und auf ein mal macht es boing und irgendwas scheppert gegen meinen rücken. nee, diese fliegenden fische nerven voll ab dachte ich und wunderte mich aber sofort das das teil nicht wie wild umher zappelt. licht an und siehe da, ein kleiner vogel mit roter kehle und schwarz bzw. bläulich glenzendem gefieder. ich als quasi ornethologen sohn würde sagen rotkehlchen aber spaß bei seite, keine ahnung. jedenfalls blieb der angeschlagene und wohl erschöpfte vogel bei uns und als jaron aufwachte war er so glücklich über unseren gast, er liebt doch vögel. wir haben versucht ihn zu füttern und natürlich hat er wasser bekommen, aber er wollte nichts davon. wir hatten uns schon gefragt, wie wir ihn denn nun mit der galapagos vogelwelt bekannt machen können und ob es dort wohl schwierigkeiten mit der einfuhr fremder arten geben würde. auf den höhepunkt unserer gedanken, setzte sich der kleine dann aber an die reling und jaron schläuderte ohne zu wissen was er tat diese bananenschale in seine richtung. danach hat ihn niemand mehr gesehen und alle hoffen einfach, dass er nach hause geflogen ist. als der vogel gegen mich geflogen ist, hatten wir im übrigen mal versucht mit wenig wind zu segeln und der käptn hat die motorsteuerung auf leerlauf gesetzt. nach dem ganzen vogelalarm bin ich dann ins bett und während ich schön träumte schrieb die kapitänin folgendes ins logbuch ” stark vareierende ströhmung, wir laufen zwischwn 3 und 8 knoten” allerdings hatten wir immer volle pulle strom von hinten und der ausgebaumte klüver hat uns auf satte 3 knoten gebracht, wobei der motor 4 stunden im leerlauf gerattert ist. ok, mein fehler. wer in leerlauf schaltet sollte dies dann auch wieder rückgängig machen… autsch. so, dann haben wir noch ne riesige schildkröte gesehen und beim veruch sie zu umrunden schwamm ein hammerhai um die molli. unser erster hai!!! bin schon gepannt wie ich zucke, wenn mir so ein teil durch die verzerrte optik einer taucherbrille in seinem lebensraum begegnet. es wird passieren…..
Der besagte kleine Vogel. Hier haben wir ihm einen Freund beiseite gesetzt, damit er sich bei uns wohlfühlt. Hm.
..man kann den Himmel kaum vom Meer unterscheiden..
Wir beschäftigen uns mit Spülen im Cockpit,..
… Vorschule unter Deck (is übrigens immer DAS Highlight für die Zwei)..
..chillen auf dem Oberdeck..
und wenns nicht mehr soo sonnig ist,
oder gar sturzbachartig regnet,..
..verziehen wir uns unter Deck und spielen was das Zeug hält (man beachte bitte Lina im Hintergrund)..
oder machen Vorschule mit Buchstaben Gummibärchen. Sehr beliebt!
Ein weiter Tag auf See geht dem Ende zu.