Quito

Gestern Nacht ist Marcus mit der Einspritzpumpe im Rucksack zum Busterminal gefahren, er hat den Nachtbus nach Quito genommen (6 Std. Fahrt). Ich hab ihm noch geraten ein paar Socken einzupacken, weil die Überlandbusse ja häufig mit fiesen Klimaanlagen ausgestattet sind. Heut hab ich ihn angerufen und er berichtete, dass er morgens zitternd in einem eiskalten Quito ausgestiegen ist. Ui, da haben wir uns mal wieder schlecht informiert!
Ich zitiere mal aus Wiki: “Quito ist die Hauptstadt von Ecuador und liegt 20 Kilometer südlich des Äquators in einem 2.850 m hohen Becken der Anden und ist somit noch vor der bolivianischen Hauptstadt Sucre die höchstgelegene Hauptstadt der Welt.”
Äh ja und Marcus mit kurzer Hose, Schlappen, aber Socken!!
Die Einspritzpumpe ist bei Perkins und wird gerade von den sehr netten Leuten repariert. Sie bemühen sich, das Teil heute noch fertig zu machen. Marcus sagt, dass die ganze Firma über unsere Lage im Bilde ist. Wir sind auch schon aufs Land eingeladen worden.. Na mal sehen..
Gestern haben wir eine Bustour durch Esmeraldas gemacht. Eine Busfahrt von einem Ende der Stadt zum Anderen kostet 30 ct. Die Stadt fasziniert uns. Kein einziger Touri und nur freundliche, zuvorkommende Ecuadorianer. Wir haben das erste mal das Gefühl an einem Ort zu sein, um den der Touristenstrom einen Bogen gemacht hat!
Ach und vor ein paar Tagen fragte mich mein Sohn: “Mama? Was ist eine Arschkarte?”
..so long…

Anker – i like

Blick nach links

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Einspritzpumpe

Sie ist ausgebaut! Marcus hats erledigt (mit stolzgeschwellter Brust kann ich behaupten: ohne mich, hätt er’s nicht geschafft! Naja ohne Kony und die Hitch Hiker wohl auch nicht). Nun warten wir auf eine Antwort aus der näxt größeren Stadt, ob das Teil da bei Perkins repariert werden kann. Das wäre fein, dann könnten wir Unsere danach einfach wieder einbauen. Ansonsten wird’s eher schwierig, weil ein Neuteil (das verfügbar und teuer wäre), nicht ohne professionelle Hand eingebaut werden kann. Also ist abwarten und hoffen angesagt! Wir schwitzen derweil im schönen Hafenbecken, versuchen keinen Strom, kein Wasser und kein Geld zu verbrauchen… ..so long..

Der eiserne Patient

Operation geglückt. Puh!

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back in Ecuador

Geschafft, nachdem wir ne knappe Stunde beigedreht vor der Hafeneinfahrt lagen und verzweifelt versuchten wieder Kontakt zu Esmeraldas zu bekommen, tauchte der Schlepper dann doch noch auf. Erst ist er längsseits gekommen und hat dabei die Molli fast zerschellt, dann hat er sie ans Schlepptau genommen. Das war bedeutend besser. Wir haben uns die ganze Fahrt über Gedanken gemacht, wie er uns wohl im Hafenbecken manövrieren will, aber als wir reinkamen, wartete schon die kleine Schüssel der Marine auf uns. Die netten 3 vom letzten mal übernahmen und haben uns etwas beängstigend in eine Ecke des Beckens gedrückt und nun ankern wir hier. Irgendwie freuen wir uns wieder hier zu sein. Die Leutz sind wirklich ausgesprochen nett. Der Fischereihafen mit seinem Flair kann zwar nicht gegen Galapagos-Pinguine anstinken, aber er ist uns irgendwie ins Herz gehüpft. Also alles gut. Morgen geht die Arbeit an dem “eisernen Patienten” los, vorher müssen wir aber nochmal in die “Stadt”. Die Internet-Sim-Karte, die wir heute erstanden haben, funzt leider nicht. Morgen hoffentlich mehr Glück, dann klappts auch mit Skype (ne Kony?) und Fotos hochladen. Jetzt sind alle geschafft und es ruft das Bett. Hasta manana.. so long..

Unsere Rettung! Pluton schleppt uns ab.

Esmeraldas hat uns wieder!

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Wir angeln Hai

2:00 Local Zeit: Meine Nachtschicht ist gerade zuende, Molli rennt mit über 5 Knoten, wir befinden uns in der Zielgeraden, 15 Seemeilen vor Ecuador, da hören wir ein neues, merkwürdiges Geräusch. Marcus bereitet sich gerade seine Aufwach-Tütensuppe zu, ich lieg schon im Bett. Ich drängel rum, er soll mal nachsehen, dann hör ich einen Schrei oder besser gesagt mehrere: Nikoooolaaa schneeell ein Messer!! Ich spring aus dem Bett und greif das grösste und schärfste Messer: ein Fischmesser. Er ruft: Neeeinnn ein Cuttermesser, ich greif mein Geburtstagsgeschenkmesser und fliege die Leiter hoch. Der Kapitän hängt am Heckkorb und schreit weiterhin: Schneeeellll!! Ich renn nach hinten, wo unser Schleppgenerator gerade Strom macht (dafür hängt ein langes Seil im Wasser und daran eine Art Propeller oder Schraube, die sich 50 Meter hinterm Schiff im Wasser dreht. An der Schraube ist ein Metallstab und das alles ist ca 1 Meter lang. Na zurück zu Marcus am Heckkorb. Ein Hai hat die Schraube für sein Abendmahl gehalten und bremste die Molli derbe ab. Wir liefen ja vorher 5 Knoten, bei der Angelei nur noch 2,5 Knoten. Das Vieh hätt uns fast den ganzen Heckkorb abgerissen. Dann hätten wir echt blöd geschaut (Gasflaschen, Rettungsinsel, neuer Motor, usw. wär alles weg), jedenfalls musst ich das super-fancy Tau durchschneiden und der Hai ist mit unserem Schleppi und den 50 m Tauwerk in die Tiefe abgetaucht. Ich steh ja nicht so auf Haie, aber das Vieh tat mir doch leid. Unser Heckkorb hingegen, wird von uns nur noch bewundernd gestreichelt. Erst ist unser Besanmast an ihm zerschellt und nun hat er einem Haiangriff standgehalten. WOW Danke nochmal Kony für die Super Arbeit!! Und vielen Dank an Familie Hitch-Hike für die Motor unterstützung!! Jetzt geh ich aber doch mal ins Bett. Morgen ist ja ein spannender Tag. Der Wind bläst ordentlich mit 17 Knoten, wenns so bleibt, können wir gut navigieren. Der Schlepper erwartet uns. Und bevor ich nun die Augen schließe, möchten wir noch meinem Papa alles liebe zu seinem Geburtstag wünschen! Sobald wir im sicheren Hafen sind, rufen wir dich an!! …so long…

no Foto – hatte keine Hand frei

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MRC will help

There was no way to tack to Mantas so we decided to go to Esmeraldas again. In this moment we run 6.9 knots.. good winds.. like always when we are on the way to Ecuador.. hehe. We spoke to the Marine Rescue Center of Ecuador and tomorrow we can contact them via VHF when we are next to the coast. They will come with a tackboat (Schlepper) to pick us up and bring us in the harbor. On the way there are several rocks, but as the winds are good like this, we have no problem to steer the course through them.. So we just hope the wind blows and then we are back in Ecuador again.. We made some tests with the engine and guess our fuel injection pump is broken. Bad luck: we have no spare part of it 😉 ..so long..

Die Irrfahrt der SY Supermolli

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