Der eiserne Patient..

..unten in der Bilge lebt wieder!!!
Gestern haben wir alle Anschlüsse vom neuen Tank zum Motor gelegt, gestartet und schon is der Kollege los gerannt. Herrlich. Zuvor hatte ich noch die neue Einspritzpumpe, die Nikola im Gepäck hatte, gegen die in Quito reparierte ausgetauscht. Kein Risiko hatten wir uns gedacht. Wär ja schön, wenn wir es nun ohne weitere Probleme bis nach Fidji schaffen. Nach gefühlten 7 Einspritzpumpen wechseln und einem sehr interessanten Kurs, “wie reinige ich eine Einspritzpumpe recht oberflächlich aber effektiv in 1 Stunde” fühle ich mich gewappnet zur Not auch auf See alles wieder um zu bauen, falls es sein muss. Leider fasst unser neuer Tank nur noch 160 Liter, im Verhältnis zu den 400 unseres alten doch etwas wenig. Da haben wir uns gedacht noch etwas aufzurüsten und haben nun gut 500 Liter Diesel an Deck dabei. Die werden wir nach den Marquesas wieder runter schmeißen, aber für die ca. 3000 Meilen macht es schon Sinn Treibstoff zu haben, zumal wir sicherlich auch mal die Batterien Laden müssen.
So, dieser Text is ein paar Tage alt. Ich wollte ihn am nächsten morgen zuende schreiben, aber dann überschlugen sich die eher unschönen Ereignisse und es wurde alles nebensächlich. Ich Fang mal mit der Lappalie an. Nach einer spaßigen Geburtstags Party bei unseren lustigen Schweizer Nachbarn, bin ich leicht angetrunken ins Taxi Boot gestolpert und hab mir das Knie verdreht. Das ist jetzt 6 Tage her und meinem Knie geht es soweit wieder gut, angeharkt. Absolut unerträglich wurde es dann aber, als ich während ich im Motorraum war um Wasser zu machen, Lina in der Tür den Finger eingequetscht habe. Irgendwie hat sie sich nicht am Griff festgehalten sondern hat in den Scharnier Spalt der Tür gegriffen um auf die Toilette zu kommen. Ich möchte das hier nicht im Detail beschreiben, aber der Finger sah im ersten Moment so gruselig aus, das wir mit dem schlimmsten gerechnet haben. Zum Glück liegt das örtliche Krankenhaus direkt am Hafen und es war auch gleich eine Chirurgin vor Ort, die den kleinen Finger mit 4 Stichen genäht hat. Dort wurde uns gesagt, dass es durchaus sein kann das die Fingerkuppe abstirbt und somit ein Teil des Fingers abgenommen werden muss. Am nächsten Tag sind wir dann in eine Privatklinik gegangen um den Verband zu wechseln und dort sah alles schon viel besser aus. Der Arzt, der auch perfektes englisch spricht, war sich zu dem Zeitpunkt schon absolut sicher, dass alles wieder zusammen wächst. 2 Tage später, also heute, sah alles sehr gut aus und die tapferste aus unserer Familie verliert wohl einfach nur den Nagel und alles wird wieder gut. Für uns bleibt die Erkenntnisse, dass wir noch besser auf uns aufpassen müssen und absolut alle Eventualitäten in unser handeln einbeziehen müssen. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn wir einen Unfall dieser Qualität auf See erlebt hätten.
In 4 Tagen werden Lina die Fäden gezogen und natürlich bleiben wir so lang hier, bis alles absolut gut verheilt ist. Wir gehen davon aus, dass wir erst Anfang Juni Richtung Marquesas aufbrechen werden. Auf Hektik hat hier keiner Bock, es gibt auch noch genug zu tun……
Und obwohl es schon sehr bitter war in den letzten Tagen sind wir hier alle wieder gut drauf. Wenn ich jetzt nicht abends immer bei schlechten Filmen vorm Bildschirm einschlafen würde, während Nikola alleine Erdnüsse knabbern muss, hätten wir praktisch keine Probleme:)

..der neue Tank wird eingepasst.. ich glaube Lina ist skeptisch..

Yo da ist das neue Teil! Huebsch.

Ab jetzt wird nur noch durch den Wasserabscheider getankt.

Zwischendurch taucht mal wieder eine Robbe unter Molli her..

Posing Pelikan

..auch wenn ich mich vielleicht wiederhole, die Robben haengen echt ueberall rum, aber es wird nie langweilig sie zu beobachten!

der Himmel brennt

Pelikanzwischenlandung auf der Supermolli. Es scheint ihm zu gefallen. Er schlaeft jedenfalls gerade ein!

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4 Responses to Der eiserne Patient..