Es dreht sich grad alles um die Kleine. Es ist schon ganz schön schwer für eine fast 4 jährige: nicht schwimmen, buddeln, hüpfen, allein ins Zimmer krabbeln und und und. Noch dazu kommt, dass es den Zeigefinger ihrer rechten Hand erwischt hat. Das heißt auch nicht malen, basteln, kleben,.. Wir haben alle Bücher schon gefühlte 100 mal gelesen und immer nur fernsehen ist auch echt langweilig. Bleiben noch Puppen- und Rollenspiele. Puh und das ist für uns nach 5 Tagen echt ne Qual.. Aber sie ist so tapfer, das wir uns nun auch durch den Kram durchbeißen.. Wir haben von der Klinik ein Attest bis Donnerstag näxte Woche bekommen. Damit ist es kein Problem so lange hier zu bleiben und wenn bis dahin nicht alles wieder ok ist, bekommen wir ein Neues. Tröstlich, aber wir können die Galapagosinseln grad gar nicht so richtig genießen.. Kein Wunder.
Ein kleines Grauen sitzt uns noch im Nacken, wenn wir darüber nachdenken, dass uns so ein Unfall auf hoher See passiert. Dazu möchte ich aber mal kurz was zu unserer Bordapotheke schreiben. Wir führen 4 große Boxen randgefüllt mit Medikamenten mit uns. Das sind die gleichen Medis, die die Deutsche Berufsschiffahrt laut Verzeichnis A mit sich führt. Die Medikamente sind alle durchnummeriert und mit passendem Buch gut verstaut. Falls uns nun etwas Blödes auf See passiert, können wir mit dem Buch genau das richtige Medikament für die Krankheit verabreichen. Wenn wir nicht genau wissen, was wir tun sollen, rufen wir mit dem Satfon in Cuxhaven an, dort sagen wir, dass wir Verzeichnis A an Bord haben. Die Ärzte können uns dann genau sagen, von welcher Nummer (also welches Medikament) wir wieviel nehmen müssen. Wir haben noch extra Medikamente für Kinder an Bord, wir könnten kleine OP’s durchführen, Zähne verschließen, einen Malariaschnelltest machen und Sauerstoff haben wir sogar auch mit an Bord. Viel mehr kann man glaub ich nicht machen. Manchmal denk ich, wir haben mehr Medis als Essen verstaut, aber zur Not essen wir dann einfach die Kohletabletten auf…
Ein mulmiges Gefühl bleibt aber trotzdem..
Neben dem ganzen Chaos wurschteln wir uns weiter durch die Supermolli.
Seit heute läuft unser neuer Bordrechner (Aqua PC Standard). Es hat lange gedauert das neue Betriebssystem zu installieren, da ich Erstens so was noch nie gemacht hab und Zweitens der Key nicht funktionierte, alles auf englisch ist und wir so gut wie kein Internet haben. Telefonisch hat’s dann aber doch noch geklappt. Zum Glück! Mit nem spanischen Windows wär ich durchgedreht!!! Nun sind alle Seekarten wieder drauf, AIS ist installiert und GPS läuft auch. Zur Zeit bin ich an der Software für unser Satfon, mit der wir zur Not Gribfiles auf See laden können. Heut Abend ist die Installation von Pactor dran. Davor graut mir ein wenig, aber ich hab ja beim super Einführungskurs von Michael Wnuk gut zugehört und brav mitgeschrieben.. Das wird schon. Der Rechner ist jedenfalls Super! Verbraucht statt 4 nur 1,2 Ampere, ist dafür doppelt so groß…
Marcus verlegt gerade mehr Leitungen für die Solaranlage, um die Leistung noch zu verbessern und gleich schrubbt Jaron das Deck. Wird auch Zeit und ich will jetzt nix über Kinderarbeit hören.. Im Staate Supermolli ist das erlaubt.
Ach übrigens gestern gabs auf der ganzen Insel einen Stromausfall und wir haben gehört, dass der einzige Satellit, den Ecuador hat, von Weltraumschrott bedroht ist. Also wenn ihr erstmal nix mehr von uns hört, wisst ihr warum..
..so long..
Wenn sie nicht reiten koennen, dann bauen sie sich eben eine Kutsche in der Molli. Auch gut!
Direkt nachdem Marcus und Jaron ums Boot geschwommen sind und Molli von ihren Algen befreit haben, tauchte ein Hai unter der Molli auf. Nicht ganz so klein der Amigo. Grosse Augen haben wir alle gemacht.



2 Responses to LINA