“Hsieh Ta, Hsieh Ta this is sailingvessel Supermolli you are on collision course! CPA of 0.02 nm. DO YOU COPY?” Das hab ich ungefähr 15 Minuten auf allen Kanälen ins Funkgerät geschriehen, dann blieb keine Zeit mehr zum brüllen. 10 minuten später hätte uns das riesige Fischereifahrzeug mit 10 kn übergenietet. Mit zittrigen Händen die Rettungswesten an und ab an den Mast das Großsegel bergen, die Fock rein, Motor an und 90° Backbord. Das Ganze ist ja schon aufregend genug, wenn uns das nicht auch noch bei unserer Fahrt am Rande des Tiefs erwischt hätte. Soll heißen: Undefinierbare, kabbelige, grobe See bis zu 4,50 m, Wind bis 34 kn in Böen aus Ost bis SüdSüdOst (aber vorwiegend 90° auf die Molli) und das Ganze mitten in der Nacht, in der noch nicht mal der volle Mond es annähernd geschafft hat durch die dunkle Wolkendecke zu scheinen. Was für Wixxer. Tschuldingung, aber stimmt doch. Langsam sortieren wir uns wieder und die Wellen auch. Man kann jetzt deutlich eine Tendenz Welle erkennen und der Wind hat mächtig nachgelassen. Leider ist er immer noch schwer verwirrt, was die Stärke und Richtung angeht und was das Segeln praktisch unmöglich macht. Von hinten drückt die nächste Squash zone und so Motorsegeln wir nun unserem Ziel entgegen es sind aber schon noch 3 Tage bis zum Eis am Strand (falls nicht noch mehr Überraschungen dazwischen kommen). Ach und was ich ganz vergessen hatte zu berichten: Marcus hat gestern die Schwanzflosse von einem Hai 1m aus dem Pazific ragen. Das Tierchen war wohl halb so lang wie die Molli. Sehr erfrischender Gedanke.. so long aus dem aufgewühlten Blau…






