Jaisalmer die Wüstenstadt


Jaisalmer wird auch die goldene Stadt genannt, da die Gebaeude aus gelbbraunen Sandstein errichtet wurden. Der Sage nach gruendete Rawal Jaisal, der Koenig der Rajputen, das Fort 1156 auf dem Trikuta Felsen. In ganz Rajasthan wird dieser mystische Felsen besungen. Der Gott Krishna soll vorausgesagt haben, dass einer aus seinem Clan ein Koenigreich auf diesem Tafelberg gruenden wird. Krishna beruehrte den Felsen und eine Quelle sprudelte aus dem Huegel.
Noch heute steht die Wasserquelle im Fort und tatsaechlich ist Jaisalmer in einem Umkreis von 17 km mit viel unterirdischem Wasser versorgt.
Die Rajasthani sammelten schon immer im Sommer, in der Regenzeit vor ihren Staedten und Doerfern in angelegten Seen das Regenwasser und bewaessern so das ganze Jahr ueber ihre Felder und haben eigentlich genug Trinkwasser. Mittlerweile versorgt der Indra-Ghandi-Kanal unregelmaessig grosse Teile der Wueste Thar mit Wasser.
In dem fernen Harike Wetland im Nord-Osten Jaisalmers, dem groesten Feuchtgebiet Nordindiens, startet der 200 km lange Zubringerkanal. In der Stufe 1 versorgt der 189 km lange Hauptkanal ein 3.454 km langes Verteilungssystem mit Wasser. Stufe 2 umfasst den Bau eines 256 km langen Hauptkanals, der wiederum ein 5.606 km langes Verteilungssystem versorgt. Leider graben die Stauseen in Indien den natuerlichen Fluessen das Wasser ab und so gibt es jetzt mehr Duerren als es vor dem Bau der modernen Wassersysteme gab….

Jaisalmer hatte seine Bluetezeit als Oase an der Kamelroute gelegen. Mit dem Ende des Moghulreichs und dem Beginn der britischen Kolonialherrschaft begann der politische und wirtschaftliche Verfall Jaisalmers. Jetzt lebt die Stadt vom Tourismus und ist strategisch wichtig fuer das Militaer. Waehrend 1800 die Einwohnerzahl noch auf 35.000 geschaeetzt wurde, lebten 100 Jare spaeter nur noch ein paar tausend Menschen in der Festung. Derzeit sind es 60.000 Einwohnern, von denen ca. 3.000 in dem historischen Kern, der Altstadt des Forts leben. Die Altstadt mit ihren bewohnten, gewundenen Gassen, den farbenpraechtigen Geschaeften, den Jaintempeln und den Havelis (den Wohn- und Geschaeftshaeusern, der reich gewordenen Haendler) hat es uns angetan. Wir geniessen das bunte, warme Jaisalmer. Alles erinnert an 1001 Nacht, die Geheimnisse der Wueste und exotische Karavanenrouten. Und so reiten auch wir bei einer Kamelsafari auf den Dromedaren und lassen uns vom Wuestenwind fönen.
…so long aus dem Wuestenmaerchen…
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