Gefangen im Riff

Eigentlich wollten wir ja schon längst auf der nächsten Insel (Tanna) sein, Supermolli hatte andere Pläne. Nachdem wir ein paar schöne Tage (auch mit Regen..) in Anelghowhat im Süden vom wilden Anatom hatten, beschlossen wir auch noch die Nord-West Seite der Insel zu erkunden. Vor Anelghowhat liegt die kleine Insel Mystery Island mit eigenem Resort, die ein hervorrgagendes Schnorchelriff haben soll (deshalb kommt auch regelmässig das große Cruiseship Princess Star). Wir jedoch hatten so viel Regen, dass niemandem nach schnorcheln zu Mute war. Die ni-Vanuatu glauben, dass Mystery Island die Insel der Geister ist. Deshalb wohnt dort niemand. Sie paddeln aber tagsüber rüber, um die Gäste des Resorts zu verpflegen, über Nacht bleibt kein ni-Vanuatu.
Nun wir hatten uns als nächstes Ziel eine kleine Bucht (Anau-un-se) ausgesucht, die laut unserem geliebten Revierhandbuch von 1996 einen kleinen Pass hat und Platz für ein Boot bietet. All unsere elektronischen Karten zeigten kaum etwas, aber es gab ja eine Zeichnung aus eben diesem Buch. Wegpunkte oder GPS Koordinaten sucht man in diesem Teil der Erde vergeblich. Vor zwei Tagen fanden wir nun diese Bucht und nach der Einfahrt durch den Riffpass zeigte sich auch, dass ein “Loch” im Riff von ungefähr 60 m Durchmesser Raum zum Ankern lässt. Einen Kleinen zwar, aber genug. Auf 12 m viel unser Spadeanker mit 40 m Kette. Der Wind war stetig aus einer Richtung (ablandig) angesagt. WOW das ist schon besonders.
Wir treffen in der wilden und wunderschönen Bucht eine Fischerfamilie, die ausgesprochen nett und höflich ist. Die Kommunikation ist einfach, da eigentlich alle hier englisch sprechen. Nicht selten trifft man auf ni-Vanuatu, die englisch, französisch und Bislama (ihre Nationalsprache, die wie ein vereinfachtes englisch wirkt) sprechen. Dazu kommt noch, dass Vanuatu mehr als 100 eigene Sprachen hat! Allein auf Tanna gibt es 28 unterschiedliche Sprachen! Im eigenen Dorf haben mitunter auch die Männer und Frauen unterschiedliche Sprachen (damit sie sich nach Bedarf nicht verstehen ;-)).

Gestern morgen um 6 Uhr wollten wir Anker auf gehen, um noch bei Tageslicht Tanna zu erreichen. ABER! Der Anker sitzt fest. Man bedenke nun, dass wir rundherum in 30 Metern Abstand ein Riff haben! Arrgh.. Auch nach allen Manövertricks, die wir so drauf haben, sitzt unser Superanker wie ne Bombe. Leider können wir nicht auf den Grund sehen, da das Wasser etwas schlammig ist. Auch kann Marcus nicht auf 12 Meter runtertauchen. Da hilft nur noch ein Flaschentaucher oder wir müssen die Kette kappen und verlieren damit unseren Bombenanker. Ohh neee.. Und wir hier voll im OFF! Kurzentschlossen mailen wir an unsere Freunde von der Lady Emily, die Tauchequipment an Bord haben und den Customs in Port Vila (Efate). Mehr Leute kennen wir hier nicht.. Über VHF ist kein Boot erreichbar. Stanley von den Customs meldet sich per Satphone ziemlich direkt. Er sagt, dass es in Tanna eventuell jemanden gibt oder aber in Efate, derjenige könnte eingeflogen werden, wenn wir wollen.. Hmm.. schöne schei**e.. Aber was sollen wir machen? Wir verabreden, dass er sich umhört und sich dann wieder meldet. Dann sehen wir die MY Orca an der Bucht vorbeifahren. Über Funk diskutieren wir ein paar weitere Möglichkeiten den Anker zu heben. Pete gibt uns den guten Tipp bei Niedrigwasser die Kette stramm zu ziehen und dann die Tide den Anker heben zulassen. Dagegen steht aber, dass wir ab 20 m die Kette nicht mehr reinholen können. Das heißt eigentlich, dass auch die Kette irgendwie verhakt sein muss. Es ist mittlerweile mittags und wir sehen wieder die Fischerfamilie am Strand. Marcus schnappt sich das Kayak und spricht mit Roy. Der berichtet, das es in Anelghowhat Taucher gibt, die ohne Flasche in der Tiefe arbeiten können. Er läuft direkt mit seiner Familie (Frau und 2 Kinder) in das 3 Stunden entfernte Anelghowhat, um seinem Neffen Jona bescheid zu geben! Den haben wir am Tag vorher schon kennen gelernt. Er ist uns sehr symphatisch und wirkt auch irgendwie sehr kompetent. Er würde am nächsten Tag um 9 Uhr den Taucher mit seinem Boot rüber fahren. OK. …. Wir sagen also den Customs ab und vertrauen auf die Locals. Die Lady Emily bietet ihre Hilfe in 2 Tagen an. Vorher müssen sie sich erstmal regenerieren. Eigentlich alle sind auf ihrer Überfahrt nach Tanna Seekrank geworden und brauchen verständlicher Weise erstmal Schlaf!
Heute pünktlich um 9 kommt also die Lanscha von Jona mit 7 Mann an Bord durch den kleinen Pass. Der Taucher geht sofort ohne Probleme auf den Grund und erzählt, dass die Kette um einen Riffblock liegt und der Anker unter einem Limestone. Gefangen. Möp. Er sagt, er will auf Niedrigwasser warten, dann versuchen sie die Kette und den Anker zu befreien.
Hui wir sind ganz schön aufgeregt. Wir müssen Molli mit dem Heck in den Wind drehen, um die Kette zu entlasten. Wer schon mal auf einem Langkieler gesegelt ist, weiß, dass das auf einem Wendekreis von maximal 60 m mit gefangener Kette nicht so ganz einfach ist. Nach dem dritten Anlauf klappt es. Die Kids wissen um die prekäre Lage und verhalten sich ausgesprochen ruhig. Marcus und ich arbeiten super, abwechselnd am Steuer und an der Ankerwinde. Dann liegt sie mit dem Heck im Wind UND an der Riffkante! Der Taucher fängt mit seiner Arbeit an. Es ist wirklich unglaublich, wie er scheinbar ohne Anstrengung immer wieder abtaucht und irgendwas an der Kette macht. Ein Anderer unterstützt ihn dabei. Jona in seinem Boot gibt uns jetzt Anweisungen, dass Schiff zu drehen und über den Anker zu fahren, die Kette einzuholen. Aber die Kette blockiert wieder bei 20 m. Ein neuer Versuch gegen den Uhrzeigersinn um den Block zu fahren, scheitert etwas ab. Nachdem der Taucher wieder zum Arbeiten runter auf den Grund geht, versuchen wir wieder über den Anker zu fahren und wow yeah dieses Mal klappt es. Der Anker ist frei!!!! Der Taucher sagt uns, wo wir ihn wieder schmeissen können und das tun wir auch. Alle kommen an Bord und 2 grosse Steine plumpsen von unseren Herzen ins Meer. Unsere Helden trauen sich erst gar nicht richtig an Bord, aber nach kurzer Zeit haben sie alles begutachtet und wir plaudern bei Kaffee und Saft über Segelboote und die ni-Vanuatu.
Diese Bucht ist die letzte Walfang und -schlachtstation gewesen. Traurig, aber die Wale schwimmen nah vor der Küste her und sind früher einfache Beute gewesen (Wir konnten auf der Fahrt hier her auch Wale beobachten, die an uns vorbei schwammen). Zum Glück wird das hier nicht mehr gemacht! Sie erzählen uns des Weitern, dass die Einwohner auf Anatom sich alle mit Familiennamen kennen. Tanna dagegen ist so groß, dass sich nicht mehr alle kennen. Ich frage sie nach dem Kastom (ein starker “Kult”, der besonders auf Tanna wichtig war und ist, aber dazu schreib ich demnächst mal was). Er erzählt, dass früher in den 50ern das Kastom noch sehr mächtig war. Um auf die 40 Seemeilen entfernte Insel Tanna zu kommen nutzten die Menschen ihren Glauben. Sie sind in ihren Einbäumen raus aufs Meer gefahren, an der Stelle wo die Wellen einsetzen, haben sie drei Mal mit geschlossenen Augen gepaddelt, dann ein spezielles Kastomlied gesungen und dann wieder drei Mal gepaddelt und schon waren sie in der Brandung von Tanna, rechtzeitig um Kava zu trinken.
Wir fragen, was der Taucher (er spricht kein englisch) mit seiner Begabung macht. Uns wird erzählt, dass alle Tieftaucher in bis zu 20 metern Schildkröten fangen. Tja und Yachten in Not helfen. Als wir fragen, wieviel Geld sie von uns für ihre Heldentat haben möchten, sagt Jona er hätte gerne (umgerechnet) 50 Euro für den Sprit, den er verfahren hat. Mit Mühe können wir ihnen 100 und ein paar T-shirts, Zucker und so was geben. Ohh. … Später telefonieren wir mit der Lady Emily, die uns erzählen, dass in ihrem Buch steht, dass man diese spezielle Bucht unter keinen Umständen anlaufen soll. Zu gefährlich. Haben wir also das falsche Buch? Nein wir sind froh, dass wir in dieser wilde Bucht ankern konnten und wir sind froh all die netten Leute kennen gelernt zu haben. Jeder Ort nimmt für uns schwer an Bedeutung zu, wenn wir Freundschaften schliessen können und so die Möglichkeit haben, die Menschen und ihr Leben näher kennen lernen zu können. Wir würden wieder hier einlaufen. .. so long.. aus dem Riff..

IMG_7622

Mystery Island (Anatom)

IMG_7874

Anau-un-se Bay

IMG_8223
IMG_7868

Palmenwippe

IMG_7870

Loads of fun

IMG_7927

Muscheln sammeln bei high tide ist nicht so ergiebig..

IMG_7901E
IMG_7908

Diese Tigermuschel haben die Kids der Fischerfamilie gefunden. Spaeter schenken sie sie dem gluecklichen Jaron..

IMG_7942

Roy und seine Fischerfamilie

IMG_8266

Das ist die Huette der Fischerfamilie. Hier schlafen sie.

IMG_7916

Ohh Molli faellt runter...

IMG_7973

Eine Illusion: Das Licht des Vollmondes in den Wolken gibt uns das Gefuehl es waere Winter. Nur ist es wunderschoen warm dabei...

IMG_7992

Der Anker sitzt fest. Der Kapitaen ist bei den ersten Sonnenstrahlen im Wasser..

IMG_7994

Er versuchts echt, hat aber keine Chance den Anker zu sehen..

IMG_8025

Marcus kayakt zu Roy. Was er ihm genau erzaehlt kann ich nur vermuten.. Vielleicht so was wie: Der Anker muss unter einem RIESIGEN Fels liegen!?

IMG_8021

Roy paddelt direkt rueber, um sich die Sache mal genauer an zu sehen, aber keine Chance. So laeuft er los um Hilfe zu holen..

IMG_8031

Das Riff ist nicht wirklich weit weg.. Und jetzt heisst es erst mal bis morgen abwarten. Wunderbar, dann satteln wir mal das Dinghy.

IMG_8071

Bei low tide kommt sooo viel Riff zum Vorschein! Wir koennen bis zur vorgelagerten kleinen Insel laufen..

IMG_8073
IMG_8083

wildes Vanuatu

IMG_8087

Molli umgeben vom Riff....

IMG_8092

Wir kraxeln was das Zeug haelt..

IMG_8105

lebendig

IMG_8155

nicht lebendig

IMG_8108

Krabben gibts hier na klar..

IMG_8247

..und sogar Blumen auf dem Riff! Zum Glueck ist es leicht moeglich ueber das Riff zu laufen, ohne etwas zu zerstoeren..

IMG_8121

Ahh was gefunden!! Aber diese war noch bewohnt. Mist.

IMG_8253

Ohh dieses Schaetzchen blinkte mir ins Auge! Aber leider auch besetzt..

IMG_8134

Unsere "Piratenmuschlen" oder auch Katzenaugen, hier mal in ihrer Ursprungsform, als Tuer zu einem Schneckenhaus zu sehen.

IMG_8126

Kraxeln kraxeln

IMG_8146

Die Schaetze werden begutachtet, aber ich habe das Gefuehl, da koennte vielleicht doch noch was drin sein...

IMG_8157

Unglaublich wie diese Baeume leben koennen!

IMG_8173

Zu Hause zeigt sich dann, dass ich einige wieder frei lassen muss.. Aber die Einsiedlerkrebse in meinen schoenen Muscheln, hmmmm...

IMG_8191

Jaron und ich kommen auf die Idee die Einsiedlerkrebse umzusiedeln. Dafuer schrauben wir ihre Haeuser fest...

IMG_8189

..und bieten ihnen ein paar neue Haeuser an.. Leider hats nicht so ganz geklappt, ein Krebs ist gestorben und der Rest wollte nicht umziehen. Aber ein Versuch wars wert!

IMG_8174

Am naechsten Morgen ist die Aufregung gross, Der Taucher kommt!!

IMG_8175

Alle beobachten gespannt den Taucher....

IMG_8178

Die locals fahren an Land, um dort auf low tide zu warten...

IMG_8180

und wer laesst sich die Gelegenheit nicht entgehen? Jaron kayakt alleine hinter her und verbringt die Stunden mit den locals.. Ich bin schwer stolz auf meinen kleinen Grossen..

IMG_8182

ohh yeah wir habens geschafft!! Molli ist frei.. De locals machen gefuehlte 50 Fotos von sch und uns in der Molli :-)

IMG_8184

Danke! WOW!

IMG_8206

und schon sind die Kleinen wieder weg..

IMG_8208

Was machen die denn da??

IMG_8211

Aha!

IMG_8218

Und in den Haenden haelt er PIRATENMAUSCHELN.. Soooo grooooss!!

IMG_8292

trautes Seglerleben..

IMG_8309
IMG_7893P

Anau-un-se

IMG_7965P

Sonnenuntergang

IMG_8036P

360 Grad rund um Molli

Posted in Allgemein | 4 Comments

scheiße, wo is anatom??

O.K. der Anker liegt und wir sind da, aber die Sache war doch eher ungewöhnlich. Obwohl wir weniger als 2 Meilen von der Insel entfernt waren, konnten wir Sie nicht sehen. Es hätte also Nacht gewesen sein können, war es aber nicht. Es war nur die süße Front eines Tiefdruckgebietes die rechtzeitig zu unserer Ankunft in Vanuatu eingeschlagen ist um uns die Sicht zu nehmen. Regen ohne Ende, dazu tief hängende Wolken und zackige 25 Knoten Wind beim Einlaufen, in die vor Wind nur dürftig geschützte Bucht, haben uns schon ganz ordentlich staunen lassen. Aber alles halb so wild, nach knapp 20.000 Meilen auf dem besten Schiff der Welt kann uns sowas nicht mehr schocken. Die Crew is locker geblieben und selbst beim ankern in diesen Bedingungen war der Belustigungsfaktor der Zuschauer in den Yachten der Umgebung gleich null. Sehr gut. Wir sind dann gleich zum einklarieren an Land und sofort haben wir gemerkt, dass es hier besonders ist. Alles wirkt viel ursprünglicher und natürlicher als die Orte in denen wir bisher gewesen sind. Klar habe wir erst ein Dorf gesehen, aber es drängt sich uns massiv der Eindruck auf, als könne Vanuatu am Ende unserer Segelreise ganz oben aufs Treppchen unser beliebtheits Rangliste klettern. Die Menschen sind, wie eigentlich auf unserer gesammten Reise durch den Pazifik, super freundlich. So freundlich, dass es uns sogar manchmal verwundert. Ein Großteil des Lebens findet hier draußen statt und irgendwie verschwimmen die Gärten der Hütten mit den Pfaden und Plätzen des dörflichen lebens. Wir haben den Eindruck das viele Segler ungeniert in die Dörfer einfallen um besonders nah an das aufregend ursprüngliche Leben zu gelangen. Die Zeit ist auch auf dem wasser knapp und es wollen oft möglichst viele Inseln in kurzer Zeit besichtigt und abgeharkt werden. Wir würden auch am liebsten sofort mit den Menschen hier zusammen Tee trinken und plaudern, aber für uns geht Respekt anders. Wir versuchen abstand zu halten und bewegen uns wenn möglich am Strand fort. Wenn wir doch Pfade benutzen, suchen wir nach den unaufdringlichsten und fragen die Menschen denen wir dort begegnen, ob es in Ordnung ist Sie zu benutzen. Am Ende glauben wir, das uns diese Zurückhaltung näher an das Leben führt. Immerhin hat Sie uns eine unglaubliche Zeit in der Familie von Mesut und Ranandi in Fiji beschehrt. Das war so schön……. wir vermissen die beiden doll.

OK und am Ende noch ne kleine Belustigung, die mir vorige Woche bei einer Taxifahrt mit einem offensichtlich kleinkrimminellen Fahrer in Lautoka Fiji, wiederfahren ist. Nach munterem Smaltalk fragte er mich: YOU SMOKE BOB MARLEY ? ich so : WHAT!! er so: SMOKE BOB MARLEY? bei einem tiefen Blick in seine glasigen Augen meine Antwort: NO! Aber gelacht hab ich, als hätte ich gerade nen dicken Joint geraucht……..

IMG_7612

Anatom

IMG_7605

Wildes Vanuatu (Anatom)

IMG_7555

Die Front bringt Regen, aber was solls? Wir warten auf den Police officer...

IMG_7567

In der freundlichen Polizeistation (=Customs), die auch eine Gefaengniszelle hinten links hatte. Zur Freude der Kids!!

IMG_7570

Und danach ab zur "Bank", die zumindest in Vatu tauscht...

IMG_7573

Bislama: Please pass the message around

IMG_7577

Eine alte Kirche, die mehrmals niedergebrannt wurde, aber immerhin haben die Missionare den Kanibalismus verbannt...

IMG_7592

Ich glaub der Captain will heut ohne mich ausgehen... Hula hula..

IMG_7631
IMG_7721P

An fast jeder Palme, Banane oder sonst was finden wir Einkerbungen oder sind das tags???

IMG_7632
IMG_7743
IMG_7645
IMG_7634
IMG_7641
IMG_7726

Ne KUH!! Ganz was ungewoehnliches fuer die Kleinen!!!

IMG_7719

Und was fuer huebsche es hier gibt!!

IMG_7647
IMG_7649
IMG_7685

Einbaum Begutachtung

IMG_7656
IMG_7657

Gemueseanbau <3

IMG_7669
IMG_7670
IMG_7700
IMG_7706
IMG_7709

uiuiui so ne groooosse Muschel!!!

IMG_7711

nur mal so fuer nen groessen Vergleich: Die Staebe sind mal locker 5 meter lang...

IMG_7717
IMG_7732

Eine Frau waescht ihre Waesche in der Flussmuendung..

IMG_7736

catch of the day (aber nicht unserer)

IMG_7745

Die Kids bauen mal wieder einen Staudamm...

IMG_7747
IMG_7759

Learn through christ

IMG_7753
IMG_7766
IMG_7782

Ich bin sprachlos.. Die Koenigin unter den Muscheln schleppen die Kids an Bord...

IMG_7618

Wildes Anatom WOW

Posted in Allgemein | Comments Off on scheiße, wo is anatom??

Anatom wir kommen!!

67 Seemeilen noch und wir können unseren Anker in Anatom (cooler Name, ne?) fallen lassen. Vanuatu (früher bekannt als die Neuen Hebriden) wurde von Papua Neu Guinea aus von den Lapita 1400 vor C. besiedelt. Ausgrabungen haben gezeigt, dass die Lapita schon vor 3200 Jahren Schweine und Hühner in ihren Kanus mitbrachten. Im elften Jahrhundert kamen die Polynesier, 1605 wurde Vanuatu von Spaniern “entdeckt” und dann folgten noch viele andere Europäer.. Daraufhin folgten die Missionare, Sandalwood Handel und 1868 wurden viele ni-Vanuatu (so werden die Einwohner genannt) mit Tricks als billige Arbeiter nach Australien, Fiji, Neu Kaledonien und Western Samoa verschifft. Die wenigen die zurück kamen, brachten Krankheiten mit, gegen die die ni-Vanuatu nicht resistent waren. Manchmal wurden sie auch auf falschen Inseln abgesetzt, dort ausgeraubt und aufgegessen… Im frühen 19ten Jahrhundert gab es noch eine Million Einwohner, 1870 nur noch 650.000 und 20 Jahre später fiel die Zahl auf 100.000. 1935 waren es nur noch 41.000 ni-Vanuatu. Anatom (oder Aneityum) verlohr 91% seiner Bewohner. Derzeit leben 234.000 Menschen in Vanuatu. Ja und von 1906 an haben sich die Engländer und die Franzosen gemeinsam um das Land “gekümmert”. In Vanuatu gab es alles doppelt: französische und englische Gerichte sowie Polizei mit ihren eigenen Gesetzen (auch mit eigenen Verkehrsregeln!!) zwei Gesundheitssysteme, zwei Währungen, zwei verschiedene Schulsysteme. Seit 1980 ist Vanuatu unabhängig……… Das Archipel umfasst 85 Inseln. Die meisten Inseln sind die Spitze von Unterwasserbergen, aber Vanuatu liegt am Ende der pazifischen Tectonischen Platte, die gegen und über die Indo-Australischen Platte gedrückt wird. Daraus entsteht eine Zone mit vielen Erdbeben und Vulkaneruptionen…. So jetzt aber mal genug der Fakten und Daten, wir nähern uns Anatom und zusammen mit uns kommt eine Front eingetrudelt. Was das genau heißt wissen wir nicht, aber wohl etwas mehr Wind und Welle und der ganze Kram. Super timing, aber was solls.. Gerade schläft die Crew. Lina und ich hatten leider mal wieder mit Seekrankheit zu kämpfen.. Möp. Zum Glück gibts gute Medikamente dagegen. Jetzt muss ich mal den Kapitän wecken. Der Wind nimmt zu und wir müssen reffen..so long aus dem Pacific..

IMG_7449

Cruising in Fiji

IMG_7433

Wir ankern noch einmal, trotz Ausklarierung, in der Momi Bay in Fiji, morgen gehts los nach Vanuatu..

IMG_7421

Ausgelassene Stimmung an Bord

IMG_7452

Supermolli rennt..

IMG_7482

und unter Deck alles gaaanz entspannt..

IMG_7500
IMG_7502

catch it

IMG_7524

Jaron laesst sein Boot an der Angel raus..

IMG_7535

Der Kapitaen mag mehr Wind

IMG_7543
IMG_7541

Auch Regen kann dem Kapitaen nix anhaben!!

IMG_7606

Wir basteln und malen uns eine Vanuatu Flagge....

Posted in Allgemein | Comments Off on Anatom wir kommen!!

Lautoka


Ein letzter Gruss aus Fiji! Morgen checken wir aus und segeln weiter nach Vanuatu oder auch die neuen Hebriden genannt. Yeah wir freuen uns schon voll!! Nachdem die SY Lady Emily doch noch aufgetaucht ist, haben wir ein paar schoene Tage zusammen in Malolo Leilei am Pool und auf der Superyacht gehabt. Mein Geburtstag war auch mal wieder faellig und wie letztes Jahr in Tahiti konnten wir zusammen mit der Crew der Emily feiern.. (was fuer ein Zufall) Emma hat mir sogar einen unglaublich leckeren Geburtstagskuchen gebacken 😉
Jetzt sind wir vor Anker in Lautoka haben Molli randvoll mit Lebensmitteln gestopft, die letzten Moskitonetze genaeht (Vanuatu = Malariagebiet) und nun koennens wir es kaum noch erwarten endlich wieder in See zu stechen. Es wird eine unserer letzten grossen Ueberfahrten und das ist uns schmerzlich bewusst!
Also denn Schiff ahoi!
…so long aus Fijiiiii….

IMG_7269

Der Kapitaen spielt verstecken in der Bilge

IMG_7302

gluecklich in Port Denarau mit Hannah (SY Streetcar)

IMG_7281

Hinter unserem Dock ist bei Ebbe eine kleine Insel und die gehoert jetzt Jaron und Lina. Sie verbringen Stunden allein in ihrer Welt und kommen bei Flut gluecklich und dreckverschmiert nach Hause.

IMG_7323

Busse habens uns angetan! Hier kann man die offene Gepaeckablage bewundern

IMG_7315

..damit der Bus auch anhaelt, rupft man kurz am Seil und damit klingelt die Fahrradklingel vorn beim Busfahrer

IMG_7317

und yeah Fenster gibts auch keine!!!

IMG_7345

Lady Emily + Supermolli = Big Love

IMG_7351

In Malolo Leilei ankern wir dieses Mal im Ankerfeld der grossen Superyachten, ums zur Emily nicht so weit zu haben. Dafuer sieht Molli jetzt eher aus wie das Dingy einer dieser Riesen.. kicher..

IMG_7355
IMG_7353

Louis (einer der Zwillinge auf der Emily)

IMG_7372

Der Kapitaen kanns kaum erwarten gleich gibts KUUUUCHEN

IMG_7368

Jean-Gabriel, Bettina und Emma (sie ist jetzt Crew hier und vorher auf der SY Almacantar)

IMG_7377

Jaron unter einer der Partypalmen

IMG_7380

..an der Grillstation..

IMG_7381
IMG_7375

und noch ein Schoenes von Emma

IMG_7384

Lautoka (Sugar City)

IMG_7389

..und ab auf die grosse Schoppingtour...

IMG_7340

Und zu guter letzt haben wir doch tatsaechlich noch einen dieser wunderschoenen 100er zu Gesicht bekommen.. Nu isser wieder weg..

Posted in Allgemein | Comments Off on Lautoka

und wo steckt eigentlich die Lady Emily???

Nach dem kurzen Aufenthalt bei den Mantas sind wir weiter nach Waya. Dieses Mal haben wir unseren Anker in einer schoenen Bucht im Norden der Insel fallen lassen. Siehe Foto oben.. Der Plan war am naechsten Morgen an der Ostkueste der Insel nach Sued und dann direkt weiter nach Vuda Point auf der Hauptinsel Viti Levu zu segeln. Der Wetterbericht sagte dann allerdings flotte 15- 20 Knoten aus Sued voraus. Ich waer gar nicht erst Anker auf gegangen, aber der Captain meinte, wir sollten uns das Geschehen doch draussen mal ansehen.. Daraus wurden dann unglaubliche 2 Knoten Wind! Also mal wieder unter Motor die Strecke machen. Wir hatten in den Yasawas, wenn ueberhaupt, eigentlich immer Wind von vorn. Egal wo wir hin “gesegelt” sind.. Nun ja. Nach zwei Naechten in der Vuda Point “Marina” sind wir jetzt in Port Denarau. Hier gibts wenigstens die Moeglichkeit easy von Bord zu kommen. Das heisst: die Kleinen rollern mitm Eis in der Hand den ganzen Tag uebern Steg, kennen schon mehr Leute und Boote als wir und geniessen die Zeit vor allem mit Hannah (5 Jahre). Dass sie englisch spricht, ist mittlerweile komplett egal. Jaron und auch Lina sprechen so gutes englisch, dass sie unsere Hilfe ueberhaupt nicht mehr in Anspruch nehmen. Ja und wir Grossen staubsaugen so vor uns hin und ueberlegen wann wir nach Vanutu aufbrechen sollen. Und wo da ueberhaupt hin? Also alles ziemlich entspannt hier..
so long..
Ach und Jarons Kinnverletzung ist super abgeheilt, obwohl wir ihm fast taeglich versichern mussten nicht zu viel rum zu doktoren, damit auch eine schoene Narbe bleibt.. und im letzten Blog sind jetzt auch Bilder…

IMG_7100

Supermolli in Waya

panorama waya

Waya im Norden

IMG_7026

In Waya huepfen wir noch mal schnell an Land. Das Dorf hat eine kleine Schweinezucht und beliefert damit wohl das Octopus Resort in der Bucht auf der anderen Seite..

IMG_7027

Jaron und Lina wissen nicht so richtig, ob sie sich ueber die suessen kleinen Schweine freuen sollen oder ob sie ihnen leid tun sollen. Ich weiss es auch nicht.

IMG_7028

Die Muellhalde des Dorfes. Sehr schlau gemacht. Merkwuerdiger Weise ist der ganze Strand voller Muell.

IMG_7036

Jaron rettet etwa 20 trocken gefallene Seesterne und bringt sie zurueck ins Meer.

IMG_7057

Wir kraxeln um die naechste Ecke und uns erwartet eine schwer beeindruckende Lava-Landschaft (zumindest sieht es so aus..)

IMG_7062

Sieht vielleicht nicht so aus, aber wir sind wirklich weit oben und ich kann schon gar nicht mehr hin sehen. Wenn die zwei Kleinen nun abrutschen.. Ahhh... Is aber nix passiert..

IMG_7064
IMG_7078
IMG_7080
IMG_7093

und siehe da: zwischen den ganzen Steinen finde ich (man nennt mich auch Adlerauge Nikola *zwinker*) auch noch zwei schwer zerbrechliche Muscheln. Freude GROSS

IMG_7097

und dann entdeckt Lina auch noch einen Stonefish. Nee ein Stonefish ist das nicht, aber eine lustige 20 cm grosse Nackt-Wasser-Schnecke mit Krams auf dem Ruecken. Sie hat auch 2 Loecher auf dem Ruecken da fliesst Wasser durch. Sieht jedenfalls so aus..

IMG_7118

hier - hübsch

IMG_7128

Meine grosse Lina..

IMG_7129

On the way to Viti Levu / Vuda Point schaff ich es endlich mal einen Hai zu fotografieren. Didumdidumdidum..

IMG_7138

Die Kleinen wohnen jetzt auf dem Vordeck unter dem umgedrehten Dingi. Wusstet ihr eigentlich, dass man Dingi, Dinghi oder Dinghy schreiben kann??

IMG_7140

bröööömmm nach Vuda Point

IMG_7147

undbei der doch etwas langweiligen Fahrt unter Motor ist mir die zündende Idee gekommen die beiden Programme (SAS und OpenCPN) einfach neben einander auf dem Bildschirm aufzumachen, jaja die Idee haette mir auch frueher kommen koennen, da es in den Riffpassagen mitunter doch sehr unangenehm war, zwischen den Programmen hin und her zu switchen.. Jetzt hab ich die volle Kontrolle, allerdings gibts fuer Vanuatu keine Google/SAS Bilder mehr und somit vollkommen unnuetz. MOEP.

IMG_7161

Vuda Point Marina. Hier wollten wir urspruenglich die letzte Cyclon Saison verbringen. Nachdem wir jetzt gesehen haben, wie eng aneinander und nah an der Mauer die Boote liegen, sind wir froh uns dagegen entschieden zu haben. Allerdings ist letzte Saison gar kein Cyclon hier drueber gefegt..

IMG_7158

Man kann sein Boot auch an Land "eingraben" lassen..

IMG_7163

Ob die G's wohl fuer Grab stehen??

IMG_7167

Altair!! Genau Kony! Das Bild ist fuer dich!

IMG_7171

Wir besichtigen Boote

IMG_7244

Wir fahen nach Lautoka.. Shoppen..

IMG_7195

Yeah!! Mal wieder was Anderes!!

IMG_7196

Oh boy! Die Freude ist RIESIG!

IMG_7198
IMG_7206

Wie nicht anders zu erwarten war, ist ihnen jetzt schlecht ;-) aber das gehoert auf jeden dazu!

IMG_7214

der Markt in Lautoka

IMG_7217

Jaron und Lina koennen allerdings fast nicht mehr..

IMG_7229
IMG_7246

Am Strassenrand links..

IMG_7174

Am Strassenrand rechts der Zuckerzug..

IMG_7173

...300 meter lang.. jeden Tag frisch bepackt..

IMG_7265

In Port Denarau kommt ein Schwertfisch rein. 496,2 Kilo schwer, der groesste Fisch, den je eine Frau in Fiji Waters gefangen hat. Ein 2 Stunden Kampf. Der Captain liest jetzt Zeitung!

IMG_7238

Gruesse aus dem Pacific!!

Posted in Allgemein | 4 Comments