Börek


Ey, is das hier wirklich ne Hauptverkehrsstrasse?
Hauptverkehrsstrasse!!!! Hauptverkehrsstrasse!!!
Ja, es ist wirklich ne Hauptverkehrsstrasse und die Crew der Superperle ist mittlerweile sowas von entschleunigt und geniesst nur noch den Ausblick. Der 5. Gang wurde seit gefuehlten 2 Wochen nicht mehr eingelegt und wenn es mal ueber 40 Km/h geht, ueberpruefe ich sofort den Sitz des Sicherheitsgurtes.
So und dann wurde es lustig in der Perle. Der erste Tramper nahm platz auf unserer Couch.
Martin aus Kanada, der wie sich spaeter rausstellte der festen ueberzeugung war, dass wir alle die Schoepfung von Ausserirdischen sind. Herrlich, ich mag solche Typen. Echt. Und was soll ich sagen, ne halbe Stunde spaeter standen die naechsten 3 Traemper wild gestekulierend an der Strasse, fertig war die Reisegruppe.
Nach viel bla bli blub haben wir dann an einem der spektakulaersten Plaetze unserer Reise gehalten, gebadet, gekocht, getrunken, gesungen, tief geschlafen.
Weitergefahren………….
Am nächsten Morgen haben alle recht sparsam aus den Augen geguckt aber irgendwie wollten wir trotzem alle weiter. Wir haben die Reisegruppe dann also wieder eingeladen und Sie bis vor die Tore der nächsten Stadt mitgenommen wo sich unsere Wege wieder getrennt haben. Lustig wars.
Nikola, die beste Beifahrerin der Welt, hatte noch ein Reiseziel der besonderen Art destilliert. Warme Quellen am Fluss mit Schlucht. Klang jetzt nicht so grandios, entpuppte sich aber als einer der spektakulärsten Orte unserer gesamten Tour. Den Flusslauf konnten wir ca. 3 Km abwandern und wäre nicht der Abend gekommen, wären wir noch weiter gewandert, Großartig.
Auf dem Bergigen Weg zurück zur Küste nahm der Erlebnissfaktor wie erwartet stetig ab, wurde aber durch eine abartig Blaue Quelle in den Bergen noch mal deutlich abgefedert. Wir haben Steine in das blaue Loch geschmissen und die Strömung der Quelle war tatsächlich so stark, das Sie wieder an die Oberfläche gespült wurden.
Nach ein, zwei steilen Bergpässen war es dann wieder soweit und wir waren am Meer.
Fazit : Das Meer in süden Albaniens ist sauberer als das im Norden. Glasklares Wasser und viel weniger Müll. Dafür aber überall Strandbars und gestreifte geometrische Sonnenschirm Arrangements, die unseren Vorstellungen von relaxten Urlaubslocations am Meer leicht widersprechen. Um so glücklicher waren wir dann auch, als wir das beschauliche Porto Palermo entdeckt hatten. Gut, das luschige Kanonenboot der albanischen Armee hat ein bisschen die Optik vermöbelt, aber das wars dann auch. Ansonnsten war der Platz ein Träumachen. Eine Halbinsel mit einer Alten Festung drauf, rund herum felsig mit Stellplatz direkt am Wasser, so solls sein. Was nicht ganz so sein sollte war der Zustand eines extrem tollen Hundes der dort eines Abends den Kopf auf meinen Schoss gelegt hat. Der Gute hatte so verschwollene Augen, dass er praktisch nix mehr sehen konnte und sein Fell war voller Asphalt, der teilweise direkt auf seiner Haut gesessen hatte und dort miese Wunden verursacht hatte. Autsch. Naja da is er jedenfalls bei den richtigen gelandet. Wir haben ” Börek” kurz ” Börre” sofort geliebt und hätten wir auf unserem Weg nach Hause nicht 7 Grenzen passieren müssen, oder hätten wir ihn irgendwie legal nach HH bekommen hätten wir ihn wohl mitgenommen. Andererseits ging es ihm nach gefühlten 200 Würstchen, er wollte nix anderes, viel Antibiotika vom Tierarzt 5 Dörfer weiter und massiven Streicheleinheiten wieder ganz gut. Ausserdem haben wir gemerkt dass er ein wirklicher Rocker war und dort hin gehört hat wo wir ihn getroffen haben…… Naja, jedenfalls wollen wir das jetzt mal so hindrehen. Börre du alter Haudegen mach dir das leben wies dir gefällt und schnorr die Camper weiter so genial an wie du es mit uns gemacht hast.
2 Bier und 2 Sprite auf Dich.
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