Datumsgrenze

Nänänänääää wir sind bei blauem Himmel über die Datumsgrenze gesegelt! Das heißt wir haben einen Tag geskippt. Das bedeutet, wir sind euch jetzt einen Tag voraus, besser gesagt, wir sind euch jetzt immer ein Stück voraus. Eine Nasenlänge vorn. Einen Tag weiser, älter, reifer als ihr. Und das Beste: wir bekommen unsere Weihnachtsgeschenke einen Tag eher! Nänänänänäää! Dabei fällt mir natürlich die Geschichte von meinem Freund Nick ein: Er ist vor Jahren in einem Containerschiff mit seiner Freundin und seinem bunten VW-Bus von Europa bis Australien geschippert. Als sie die Datumsgrenze überschritten, beschloss der Kapitän logischer Weise das der eine Tag gestrichen ist. Lustiger Weise war das aber der Geburtstag von Nick! Es hat ihn also gut getroffen, er ist dadurch ein Jahr jünger geworden! Mir gefällt das alles mit den Zeitzonen und dem Äquator und so.. Wir sind im deutschen Sommer los gefahren, in die karibischen Hochsaison rein, dann ein halbes Jahr lang Pazifischer Winter (der ohne Regenzeit und ohne Zyklone viel besser ist) und nun segeln wir in den neuseeländischen Sommer. Yeah. Immer die Sonne aufm Bauch! Gestern morgen hat sie sich allerdings nicht blicken lassen. Nachdem wir nach dem Frühstück erfolgreich bei Beaufort 7-8 gehalst haben, schaukelte sich die Welle bis auf 5 Meter hoch (sehr grobe See). Da müssen wir unsere Hälse schon gaaanz lang machen, um auf dem Wellenkamm noch das tiefe Tal hinter uns sehen zu können. Wahnsinn. Molli, unsere dicke Lady kann wirklich surfen! Aber gleichzeitig strahlt sie eine Ruhe aus, wie sie eine Welle nach der Anderen perfekt nimmt. Ganz selten mal kriegt sie eine Klatsche von der Seite und dann dauert es auch nur ein paar Sekunden, bis sie sich wieder im Griff hat. Es ist nicht das erste Mal, dass wir sehr froh darüber sind, unsere Reise mit der Supermolli machen zu können! So nun genieß ich mal den letzten Tag auf See. Morgen sollten wir in Tonga Vava’u sein. Wir haben nur noch 5 Beaufort die Welle hat sich auf 2 Meter ein geschaukelt und? na klar die Sonne scheint! Mittlerweile hat die Molli 14681 Seemeilen auf dem Buckel – seit unserem Start in Hamburg. Eine Seemeile sind 1,852 km (laut unseren Infoseiten hinten im Logbuch). Das heißt es waren 27189 traumhafte und aufregende Kilometer bis ans andere Ende der Welt. Davon sind wir 724 Stunden mit dem Motor gefahren. Das entspricht in etwa 2500 Liter Diesel. Uffz. …so long..

Schäfchenwolken

…auf einer der Schäfchenwolken.. Ich glaube es ist die Siebte von unten links!

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Grobe See

Grobe See – so nennt man das hier also. Ich habs grad in unserem Logbuch hinten, auf den Infoseiten für Doofe nachgelesen, während ich mich mit meinen Knien an der Kartentischkante festkralle.. Starker bis steifer Wind und grobe bis sehr grobe See. Aha. Jetzt fühl ich mich schon viel schlauer.. Gib dem Elend einen Namen und schon finde ich es gar nicht mehr so schlimm. Nein im Ernst es ist auch nicht so schlimm.. Die Wellen kommen fast alle brav von hinten, wir werden nur ordentlich durchgerüttelt. Die Sonne lässt sich auch nicht mehr blicken, dabei hatte alles so gut angefangen. Mit magischem Sternenhimmel und segeln unter der Milchstraße, gespickt mit Sternschnuppen. Ohh aaahhhh. Und jetzt Wolken, Fieselregen und viel Wind und grobe, sehr grobe See. Da bleib ich doch lieber drinnen. Jaron hat darauf bestanden jetzt endlich mit der Schule anzufangen und so spielen wir jeden Morgen um 10 Uhr, dass ich die Lehrerin Frau Stern bin und die Kleinen machen brav und erfolgreich Unterricht. Heute musste er allerdings ausfallen, weil es so sehr schaukelt, dass kein Mensch, geschweige denn so ein Kleiner, einen graden Strich malen kann… Und dann mitten im Pfannekuchen braten, geht uns doch tatsächlich das Gas aus. Also bei Beaufort 7 hinten am Heck die Gasflaschen tauschen! So einfach ist das natürlich nicht. Das heisst, erstmal alles aufräumen und Spritkanis hin und her schieben und dann erst die Flaschen tauschen. Der Kapitän hat es natürlich wieder lässig geregelt. Ansonsten sinnieren und tüfteln, diskutieren und berechnen wir den ganzen Tag die beste Route. Morgen früh liegt erstmal eine Halse an. Da freu ich mich schon ganz besonders drauf. .. so long.. achso: 530 sm sind geschafft, 340 sm fehlen noch bis The Kingdom of Tonga.. Ahoi

Gasflaschentausch..

ja ja ich weiß, dass man die Wellen nicht eindrucksvoll fotografieren kann, aber ich muss es trotzdem immer wieder versuchen..

Während es draußen bläst, wird der Kapitän im Schlaf verschönert. Schönheitsschlaf also..

.. und die Nudeln bleiben leider mal so gar nicht auf ihrem Teller..

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Leinen los aus Rarotonga

Mein lieber Herr Gesangsverein! Kurz bevor wir in Rarotonga die Leinen los geschmissen haben, haben unsere Freunde von der SY Miss My uns erzählt, dass ein norwegischer Kat in Niue von der Mooring abgerissen und am Riff gesunken ist. Mies. Eigentlich wollten wir da auch noch vorbei aber nu lassen wir das. Nach einer Woche praktisch ohne Strand sollte unser nächstes Ziel auch wieder ein schnorchel Eldorado sein und Niue hat in der Beziehung wenig zu bieten. Alles in allem genug Gründe die Insel links liegen zu lassen und gleich nach Vavau zu segeln. Wir können nicht alles haben;-) Vavau is im übrigen Nikolas geheim Favorit in Sachen Südseetraum. Eigentlich wäre sie da am liebsten von den Marquesas direkt hin gesegelt, weil dort die großen Wale vorbei kommen. Nun sind wir leider etwas spät dran und mit Pech sind Sie schon weiter gezogen. Temporärpech würde ich mal sagen, denn auf dem Rückweg von Neuseeland kommen wir dort noch mal vorbei. Wär doch gelacht, wenn sich da nicht mal eine Waldame mit ihrem Baby zeigen würde. Pech hatte ich im übrigen auch. Meine Wette in Sachen Blinken im beknackten Linksverkehr habe ich knapp verloren. Ahnt ja keiner, das die den Blinker auch noch an die falsche Seite schrauben! Zu verheimlichen war da im übrigen auch nix, da immer wenn ich falsch geblinkt habe…………………… rrrrichtig, der Scheibenwischer an ging. Alles klar, 3 Gänge Dinner auf der Supermolli mit allem zick und zack. Rarotonga war schon toll, das beste Eis seit Spanien und ein klasse Spielplatz am Hafen wo die Kinder ordentlich abgetobt haben während wir dort Wlan mäßig im Internet Surfen konnten. Dafür gibt’s ne glatte 1. Ne glatte 6 gabs allerdings für die 3 Tage Nordwind. Der brachte Schwell aus Nord und das brachte nix. Im Hafen von Rarotonga wird geankert, wobei man das Schiff dann mit 2 Leinen an Land nach hinten abspannt. Ich glaube das macht man auch im Mittelmeer so. Wir haben jedenfalls das erste mal son Quatsch gemacht und alles hat bestens geklappt. Als dann aber der besagte Nord Schwell kam und einfach ungebremst durch die nach NORDEN offen Hafeneinfahrt ein gerauscht ist war erst mal Schluss mit lustig. An der Hafenbeckenwand 5 Meter hinter uns prallten die Wellen ab und kamen da durch praktisch von 2 Seiten. Wenn dann noch der wirklich nette Fischer von nebenan sein tägliches Ritual abspulte und seine 18 Liter Hubraum aus mir unerklärlichen Gründen für ein paar stündchen in Wallung brachte, kam es uns im Bauch der Molli in etwa so vor als reiten wir Rodeo auf dem Standstreifen der A7. Ok, da war ja noch das Eis und der Spielplatz……. we love Rarotonga, ehrlich.

Cabrio fahren eine sehr spaßige und ernste Angelegenheit für 2 kleine, die noch nicht einmal mehr wissen, wie man die Tür von einem Auto aufmacht. Hihi!

Wasserfälle..

Klettern

grün

Projekt Staudamm

erfolgreich!

Lina findet einen neuen Freund!

auch Jaron freundet sich an..

Ja das Tier ist wohl adoptiert.

und wehe einer kommt mir zu nahe und nimmt mir den Hund wieder weg!

Playground fun

Rarotonga Bowling Club Inc (mit voll den süßen älteren Menschen)

und mal wieder eine Tanzveranstaltung! Oh besonders die Kleinen haben es uns angetan! Natürlich übt Lina auch schon ganz fleißig!

we love Rarotonga

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Rarotonga – Cook Islands

Die letzten 2 Tage der Überfahrt hielten noch ein paar Überraschungen für uns bereit. Wir dachten der Wind würde langsam von Südost über Nord nach Südwest drehen. Und das mit Windstärken bis zu 15 Knoten. Also haben wir eine perfekte Route geplant und uns auf schnelles Segeln gefreut. Aber erst hielt uns eine vermeintliche Böenwalze auf trapp. Wir also schön gerefft auf viel Wind gewartet, aber alles umsonst: War gar keine Böenwalze.. Dann haben wir das erste Mal geplant gehalst. Leider aber das Backstag vergessen.. Ähem. Also schnell wieder zurück, Backstag ab und ein erneuter erfolgreicher Versuch. War ganz Easy.. Das einzige, was uns ein wenig gepsycht hat, war die Tatsache, das wir gerade da zwischen den einzigen zwei Inseln weit und breit, durchgesegelt sind. Und dann kam da noch eine groooosse Wolke, die das ganze Radar ausgefüllt hat (also 32sm mindestens). Komischerweise sind wir in sie reingesegelt, obwohl der Wind von hinten rechts kam. Natürlich in meiner Mondlosen Schicht! Ich hab mich und Molli also auf alles vorbereitet. Der Wind stieg auf 20 kn an, dann furchtbar viel Regen und ein Windshift um 150 grad. Also direkt von vorne. Hm. Tja und dann hat’s 3 Stunden lang geregnet, ganze 6 kn Wind waren übrig und wir konnten trotz Motorkraft der Wolke nicht entkommen. Eigentlich bis sie sich leer geregnet hat. Den Rest der Fahrt mussten wir durchmotoren. In Rarotonga gabs dann eine zweite Premiere: Ankern im med-style. Also mit Anker im Hafen festmachen. Natürlich in einer kleinen Lücke. Hat aber auch super geklappt. Jetzt warten wir auf den angekündigten Schwell, der letzte Woche schon drei Boote gegen die Hafenmauer gedrückt hat. Also 3 von 10 Booten… Mal sehen. Rarotonga gefällt uns sehr. Es wird englisch gesprochen, was uns französischmuffeln sehr entgegen kommt. Die Insel hat große Berge und morgen leihen wir uns ein Auto aus und flitzen im Linksverkehr über die Insel. Ich hab mit dem Kapitän gewettet, dass er mindestens 3 mal den Blinker falsch setzt. Die Wette hab ich sicherlich gewonnen, weil der Kapitän nicht wusste, dass Blinker und Scheibenwischer vertauscht sind.. Hihi. Das Abendessen ist mein! So long…

Ankern im Hafen neben dem schönsten Schiff! Auf der anderen Seite ein oller Kutter…

..mit einem Fender! Zum Glück haben wir noch ein paar 🙂

Polynesien we love..

Frangipani …

… nochmal Frangipani ..

.. ja nochmal Frangipani..

..und andere Bäume!

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377 to Rarotonga

Kleine Planänderung. Aitutaki haben wir gestrichen. Der Wind kam so blöd und wenig von hinten, dass wir den letzten Tag damit verbracht haben, nach anderen Möglichkeiten zu suchen. Dazu kommt, dass wir in Aitutaki nicht einlaufen wollen. Der Pass ist ganze 32 Fuss schmal, also schmaler als die Supermolli lang ist. Grusel. Mittendrin ist ein Sandpatch, der leider auch nicht die benötigte Tiefe hat und ein aufditschen wird als normal gehandelt. Aufditschen mag ich aber nicht. Der Ankerplatz aussen vor dem Riff ist leider auch nicht sehr vielversprechend. Bei Ostwinden noch ganz ok. Bei Westwinden wird abgeraten (wir hätten am Montag Westwind). Also nehmen wir jetzt Kurs auf Rarotonga. Auch eine Cook Island, die Hauptinsel, ein wenig südlicher mit kleinem Hafenbecken. In drei Tagen sollten wir da sein. An Bord ist alles bestens. Alle schlafen grad. Ausser ich natürlich, die wie ein Schiesshund aufpasst, schließlich haben wir grad mal wieder unseren Schleppgenerator hinten angebändzelt, obwohl es mitten in der Nacht ist. Eigentlich wollten wir das ja nicht mehr machen, um nicht nochmal einen Hai zu angeln, aber wir haben beschlossen, dass es hier keine Haie gibt. Ich pass nur so pro forma auf. Gute Nacht.. so long.. for our english speaking sailing friends, shortly in english: yes we changed plans. confusion crew is still alive! as the wind was too less and too much from behind, we will now head on for rarotonga. we have 370 miles left. the wind is steady now 16 knots from 110°. good good sailing. green raching machine is flying! see you there or where??

Fotos mal wieder sehr spät nachgereicht…:

GRUSEL!!!! Unterwegs werden die Schlümpfe auf DVD geschaut! HILFE!!!

draußen schönes Blauwassersegeln..

beschwingt

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