Nuku Hiva

Wir haben mal wieder unsere Pläne geändert. Da unsere Freunde von der Perla Alba mit kaputtem Ruder ungern 50 Seemeilen gegen den Wind nach Hiva Oa segeln wollten, sind wir kurzerhand nach Nuku Hiva in die Anaho Bay gesegelt. Das war gar nicht so leicht! Die ganze Nacht über kam ein Squall nach dem Anderen. Das heißt, in kurzer Zeit von 5 auf 8 Beaufort und nie weiß man, was sich so in der Regenfront verbirgt. Wir sehen zwar den Regen auf dem Radar, aber natürlich nicht, wieviel Wind da drin steckt! Mit gerefftem Groß und Fock nimmts die Molli mit jedem Squall auf und wenn er vorüber ist, ziehen wir den Klüver wieder raus. Das ist nicht viel Arbeit, aber wach bleiben muss man dabei schon.. Dafür wurden wir mit einer traumhaftem Bucht belohnt. Für uns die schönste bisher. Darauf waren wir gar nicht vorbereitet! WOW! Zwischen Bergen sind wir in die riesige Bucht eingelaufen, die umsäumt ist von großen wunderschönen Bergformationen (Bilder folgen in den nächsten Tagen..). Am nächsten Morgen sind wir zu Fuß zu einer kleinen Farm hinterm Hügel links gelaufen. Nach 4 Stunden sind wir glücklich und mit den Taschen voll selbst gepflücktem Gemüse und Obst nach Hause gekommen. Damit nicht genug, sind wir am folgendem Tag über eine beachtliche Hügelkette gekrakselt (den Teavaimaoaoa Pass), um uns in Hatiheu einen typischen polynesischen Tanz auf dem größten, best erhaltensten archäologischen Platz der Käfer Inseln (wie Lina die Marquesas nennt) anzusehen. Trotz einer Blase an Jarons Fuß, haben wir es geschafft! Viele große Steine, urige Tänzer und zu unserem Glück eine Führung in !deutsch! für die Cruiser des einzigen marquesischen “Kreuzfahrtschiffs” Aranui. Dieses Schiff bereist von Tahiti aus, die ganzen Marquesas. Es ist halb Kreuzfahrtschiff (hinten) und halb Frachter (vorne). Die Bewohner der Inseln freuen sich mächtig, wenn alle 3 Wochen die Aranui ankommt, ihre Waren liefert und gleichzeitig ein paar Touris ausspuckt. Na jedenfalls sind wir deshalb in den Genuss einer wirklich guten Führung auf dem 600 Jahre alten Festplatz gekommen. Auf dem Rückweg haben wir uns die Taschen voll Mangos gepackt und nach einem kleinen Bad im Meer waren ehrlich gesagt Marcus und ich erledigter, als Jaron und Lina. Puh. Muskelkater gabs zwar nicht (ich hatte einen ganz, ganz schlimmen in Fau Hiva nach der Wanderung zu den Wasserfällen. Am Tag nach den 3 Wochen auf See. Möp), aber ohne Ende Stiche von den unbeliebten Nonoflys. Das ist ne Plage! Die sch**ß Stiche von den Winzviechern halten sich locker 3 Wochen auf meiner Haut und schmerzen und jucken, als hätte mich eine Elefantenmücke gestochen. Da ist kaum ein Kraut gegen gewachsen und sich 24-7 mit DEET einzunebeln ist auch nicht sooo meine Sache. Nun gut, genug gejammert.. Ich seh jetzt aus wie ein Kaktus, aber ich find das steht mir ganz gut! Was mich viel mehr beschäftigt ist dieses: wir liegen mit unserer Supermolli in Traumbuchten, wie sie schöner nicht sein könnten. Und was stört? Den ganzen Tag lang krähen hier Hähne! Wirklich! Nicht nur Einer! Nein! Wer erwartet den bitteschön Hähne unter Palmen? Ich nicht! Heut sind wir einmal um die Insel rumgeseglt. Wir hatten einen traumhaften Segeltag und sind nun in Taiohae, der Hauptstadt (psssssst wir haben immer noch nicht eingecheckt, aber das holen wir morgen früh nach). Die Bucht ist eigentlich ganz ok, aber es wimmelt nur so von Haien. Die Fischer schmeissen ihre Abfälle direkt in die große Bucht, das lockt die Haie an. Es sind so viele, dass wir sie schon aus dem Wasser springen sehen. Aber wer will auch schon bei 30 Grad baden gehen? Ich ganz sicher nicht und was ich heut Nacht träume, das weiß ich glaub ich auch schon *zwinker* ..so long

Nuku Hiva

Nuku Hiva Nord-Ost. Hinter dem Hügel gehts in die Anaho Bay

Einfahrt in die Bucht. Blick nach links.

Anker klaren. Da hinten sieht man schon die Perla Alba

We drop anchor.

Auf zur Farm

uhhhh

Übern kleinen Berg in die nächste Bucht: Baie Haataivea

Haataivea

..erstmal ne Kokusnuss zur Stärkung trinken..

Yeah selber pflücken  macht Laune

Papaya-Lina

Die Leutz von der Farm beliefern den Markt in Taoahe (Hauptstadt). Der erste Teil der Reise muss geritten werden. Hier kommt kein Auto hin. Aber auf den bequemen Holzsätteln ist das bestimmt kein Problem…

Pietr (Perla Alba) – unser Guide

Auf dem Rückweg werden fleißig Samen aller Art gesammelt..

Diese zum Beispiel

Rückweg am Berg vorbei

Lina läuft schon mal vor..

..

DA IST EIN ÜBELTÄTER!!!!

Regen, Regen, Regen.. das ist die Kehrseite der grünen Inseln..

Heute gehts über den großen Berg

Erst ein Stück am Strand entlang..

Beach vorm klettern

Auf der anderen Seite angekommen..! Steine gucken auf dem archäologischen site

Der traditionelle “Schweinetanz” wird aufgeführt. Sie grunzen dabei wirklich wie Schweine.. Hihi..

Vorne sieht man die Auskerbungen, in die die Tattootinte gefüllt wurde. Bei den großen Feiern wurden natürlich auch alle tattowiert..

Großer Baum. Früher wurden hier die Leichen zwischen die Wurzeln gesteckt. Dahinter ist ein Loch im Boden. Da wurden die Gefangenen “gehalten”. Falls ein Menschenopfer notwendig war, musste schnell ein Mensch her. Da war es gut ein paar Gefangene zu haben. Wenn keiner im Loch war, wurden Leutz aus der eingenen Sippe geopfert (natürlich die, die in der Rangordnung ganz unten waren). Das haben wir alles bei der Führung gelernt.

Jaron und Lina hören gebannt zu. So manches war wohl nicht für ihre Ohren bestimmt, aber sie waren total gefesselt und wir durften sie nicht ansprechen..

Petroglyphen

Partyplatz. Ideal für die näxte Sea u-site!

auch hier in Hatiheu regnets mal wieder..

The Aranui – halb cruiser – halb cargoship

Rückweg und ne Pause auf dem Hügel. Ein wahnsinniger Blick auf Anaho Bay

Blick auf Anaho Bay und Haataivea Bay (Farm)

Puh wieder zuhause..

auf nach Taoahe (Main Town)

fun

Marquesas Taube

Nikola Taube mit Kaktus-Stichen

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EXTREM Relaxing

Familie Carp ist extrem tiefen entspannt und behält sich vor, diesen durchaus erstrebenswerten Zustand bis auf weiteres zu konservieren. Sie tun dafür praktisch alles was in ihrer Macht steht. Beachen satt, Muscheln sammeln, täglich mehrere Kokosnüsse abnaschen und hier und dort mal ein gepflegtes Bad in türkiesem, ca. 28 Grad warmen, Wasser nehmen. Zu allem Überfluss sind heute dann die letzten 3 Boote aus unserer Bucht ab gefahren. Wir sind also alleine hier und nun kommt mal das uneingeschränkte Bounty feeling zum tragen. Die Kleinen kommen nach ein paar Tagen schwimmen dem ersehnten Seepferdchen Abzeichen wieder näher und der Käptn hat in ein paar nicht Strand dominierten Minuten die ausgerissene SPI Baum Schiene wieder an dem Mast geschraubt und seine geliebte Frau hat ein praktisches Regenverdeck für die Kinder Bullaugen genäht. Aber auch gesellig sind die Carps! Vorgestern in den Geburtstag von Maria auf der Felice gefeiert und gestern ein amtliches sit in bei unseren dänischen Freunden von der SY Lady Emily auf deren bemerkenswerter 90 Fuss Yacht. Schon einiges los hier hinter den grünen Hügeln…… Neben dem ganzen abgenießen, gibt es aber auch ein kleines Ärgerniss zu beklagen. Eins unserer Pakete mit Ersatzteilen, dass mittlerweile über Oslo in Prag angekommen ist und mit den Söhnen der SY Perla Alba zu uns kommen sollte hängt dort im Zoll fest. Der Name auf der Rechnung entspricht nicht der Lieferadresse, womit der dortige Beamte offensichtlich deutlich überfordert ist. Wahrscheinlich reichen die verbleibenden 4 Tage incl. Wochenende nicht aus das Problem zu lösen. Äh halt, Obermaat Koni wetzt natürlich schon die Messer in seinem Wagen um den Tschechischen Zöllner ordentlich Dampf unterm Hintern zu machen, daher halte ich mich mit negativen Prognosen lieber noch zurück. Wer unseren Blog verfolgt, weiß dass dieser Teufelskerl schon dinge vollbracht hat die eigentlich aussichtslos schienen. Wie auch immer sich das entwickelt, wir sind und bleiben juuuut drauf:)

Tahuata

Unser Beach

Der Kapitän hat die Schiene am Baum neu geschraubt.

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Fatu Hiva

hallo Außenwelt, hier kommt mal eben was neues von der green racing machine crew…. Nach 19 Tagen und rund 3000 Meilen Pazifik sind wir morgens in die unglaubliche Bucht von Hanavare, Fatu Hiva eingelaufen. Das mit Worten zu beschreiben ist praktisch unmöglich. Unglaubliche Fels Formationen, bis 500 meter hoch, grün bewachsen und abgefahren zerklüftet mit monumentalen, vertikalen Fels Auswüchsen;) Alles klar?!? O.K., nach 3 Stunden mit offenen Mündern an Deck sitzend, sind wir zum ersten Spaziergang aufgebrochen. Kleines Dorf, mit ca. 500 Einwohnern sehr schön. Nach 2 Stunden sind wir zurück und haben dann als die Kinder im Bett waren recht schnell auf Partymodus im Cockpit umgeschaltet. Ging allerdings nicht so lange, weil wir schon noch ein gewisses Schlafdefizit aufzuweisen hatten. Leicht beschwippst sind wir noch vor Mitternacht in die Kojen gefallen. Am Tag darauf haben wir einen fulminanten Ausflug zum nahegelegenen Wasserfall gemacht. Die Insel ist ein Traum, wir beide waren echt beeindruckt und es is ja nu nicht so, als hätten wir es bisher nur nach Ober Ammergau geschafft:) Grüne Berge, brutal zackig und kantig und alles grün! Hatte ich ja schon erwähnt, oder?! Danach auf minimalen Pfaden durch den Urwald im Tal bis zu einem Wasserfall mit schönem Becken zum schwimmen in recht kaltem Wasser. Wir alle also gleich rein und danach fein Nüsschen und Müsliriegel auf warmen Fels futtern, viel mehr geht nicht…. Die Menschen auf Fatu Hiva sind absolut freundlich. Gestern haben wir noch unsere leeren Diesel Kanister gegen Bananen und Pampelmusen getauscht. Äh Pampelmusen?! Ne, nicht wie ihr denkt sondern Pampelmusen so groß wie Linas Kopf und saftig süß. Legger. Das einzige was uns immer so ein bisschen aufs Gemüt schlug, ist die erhärtete Vermutung, dass die Leute dort ihre süßen Hunde essen. Es gibt einfach zu viele und sie werden gehalten wie Schweine, die es dort natürlich auch gibt. Kurze Kette kleines Dach und gut. Alle sind angebunden und niemand geht mal Gassi mit ihnen. Wachhunde machen in einer solch engen Dorfgemeinschaft irgendwie auch keinen Sinn und da drängt sich eben dieser Gedanke auf. Ist auch nicht weit her geholt, dann in der Vergangenheit….. ok, ich halt an. Die leiden einer Vegetarier Familie. Gut, nun ist es jedenfalls so, dass wir diese tolle Insel verlassen haben und sie ist nur noch ganz klein im Rückspiegel zu sehen. Gleich kommt es nämlich zu einem lang ersehnten Ereignis! Wir treffen die FELICE in einer Traumbucht der Insel Tahuata. Die Kinder drehen schon total durch, Jaron bittet mich eben alle Segel zu hissen. Ich sag: Sind alle oben. Er sagt: Mach bitte den Motor an, dann sind wir schneller….. Also, ich trimm mal die Lappen damit wir schnell bleiben und kümmere mich um die Kleinen während Nikola ihrer verdienten Mittagsschlaf hält. Könnte wieder ein längerer Abend werden heute………

Fatu Hiva – perfekt Landfall!!!!!!!!!!

Wir segeln um die Insel rum

ohhh

verwunschen

Yeah Land!!!!

Spektakulär

Wir laufen in die Bucht ein.

Blick nach rechts

Happy

happy happy

Der Kamelfelsen

Der Affenfelsen

Die Dschungelkuh

Endlich wieder laufen!

Lina

hach die südsee

Abendsonne geniessen

fast alleine hier

Auf zum Wasserfall!!

so krass nach 3 Wochen auf See in diesem Grün spazieren zu gehen!! WOW

geklettert wird auch

Jaron: “Ich bin glücklich!” (Echt!)

Da hüpft die Sonne aus den Gesichtern

klein Jaron im großen Baum

klein Carps im Grün

Viele, viele Pferde auf den Marquesas und Lina kann sie schon perfekt malen..

Jaron spielt Fußball mit ner Kokosnuss

Alte Peroglyphen. Das ist dann auch gleich das älteste Tatoosymbol der Marquesas

Der große Baum da links ist ein Mangobaum. Hmmm und die Pomplemuse hier sind auch super lecker und süss!

überall Hunde..

..

yep

Supermolli

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supermolli in der südsee

 

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the end is near

Tag 19 in den Weiten des Ozeans. Supermolli racing maschine is ready for landing. Unsere kleine Farm wird morgen früh den Anker schmeissen. Eigentlich könnten wir ja schon heute Abend, aber wir schaffens immer genau im Dunkeln anzukommen und so drehen wir mal wieder ein paar Runden um die Insel bevor wir uns morgen früh, wenn die Sonne aufgegangen ist, einen Parkplatz in der traumhafen Bucht von Fatu Hiva suchen. Der Motor ist also aus und wir segeln wieder friedlich mit dem Wind im Nacken. Wir strecken unsere Nasen in die Luft, in der Hoffnung Land zu wittern, aber warum auch immer, unsere Zinken erschnuppern mal so gar nix, ausser Salzwasser vielleicht. Egal. Die wohl längste Strecke ist fast geschafft, ohne nennenswerte Zwischenfälle. Ja gut – ein Stück Zahn haben wir Neptun geopfert und auch ein kleines, aber sehr bedeutendes Teil vom Wassermacher hat sich letztens verabschiedet, aber unsere Freunde von der Perla Alba und der Felice bekommen Besuch aus Europa und für uns fliegen ne Menge Ersatzteile mit (etwas für unseren Herd, neue Hydraulikschläuche für die Ankerwinde und das besagte Teil für den Wassermacher). Voll cool! Hat alles mal wieder unsere Supermolli Aussenstation Kony besorgt. Kony the man – der Mann dem niemand das Schmieröl reichen kann! Ach einen kleinen Zwischenfall gabs doch noch. Ne halbe Stunde nachdem ich den letzten Blog über die Squalls, die uns nie treffen, geschrieben habe, ist doch tatsächlich einer angerollt!! Er wurde von uns eindeutig auf dem Radar als SQUALL identifiziert! Hui waren wir aufgeregt! Wie die Hühner sind wir rumgeflattert. Wir haben alles gerefft, was man so reffen kann, haben die Molli schnell aufgeräumt und saßen erwartungsvoll im Cockpit. Das Monster hat uns aber wohl nur gestreift, denn ausser viel Regen gabs nur 8 Knoten Wind mehr. Möp. Egal jetzt fühlen wir uns wie erfahrene Segler, die mitreden können. Tolles Gefühl! Ach und gerade haben wir gemerkt, dass die Schiene am Mast, an der wir die Vorsegel ausbaumen, lose ist. Die Gewinde sind rausgerissen. Naja ein neues Projekt für Fatu Hiva oder Hiva Oa oder so (sobald wir uns Land nähern, ist unser Urlaub wohl zuende). Bis jetzt sind wir 2996 Seemeilen gesegelt, 68 bleiben noch für die Nacht. Wir haben die Zeit mehrfach umgestellt und sind jetzt bei UTC -9,5 Std. angelangt. Linas Finger ist prima abgeheilt, allerdings hängt der olle Nagel immer noch auf ihrem Finger.. Den müssen wir noch loswerden! Jaron hat wieder ne Ohrenentzündung. Voll blöd. Und Marcus drückt sich nur noch mitm 500er Schleifpapier vorm Spiegel rum, um sich mit halben Schneidezahn zu betrachten. Sonst alles normal hier. Ich geh jetzt mal den Champus kühl stellen (eine Spende von Sabrina und Thomas) und die Molli rausputzen. Frisch geduscht sind wir schon. Die Südsee kann kommen!! ..so long..

Ui was kommt denn da? Ein Squall!!!

Das sieht doch viel schöner aus, als ne Squallwand 🙂

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