Tag 4 im Pacific

WOW cool. Molli kann fliegen! Das wusste ich ja noch gar nicht! Nach zwei Tagen mehr oder weniger unter Motor, segeln wir wieder. Wir haben zwischen 12 und 21 kn Wind von der Seite und segeln dank des Stroms bis zu 8,5 kn schnell. Die Wellen von der Seite machen Molli gar nix und uns auch nicht. Keiner ist Seekrank geworden oder hat sich irgendwie unwohl gefühlt. Linas Verband wird alle 2 Tage gewechselt und die Wunde sieht super aus. Wir haben also Ferien. Wir geniessen die Zeit auf See. Keine Hektik mehr, nix muss besorgt oder repariert werden. Obwohl repariert ja eigentlich schon. Pünktlich zum Start ist unsere rechte Herdplatte ausgefallen. Der Thermoabschalter funzt nicht mehr. Wir haben versucht ihn noch schnell in Galapagos reparieren zu lassen, das hat aber leider nicht geklappt. Zur Zeit kochen wir deshalb zusammen. Einer guckt in den Topf, der Andere auf die Flamme. Geht schon. Ach ja und kurz nach dem Ablegen hat Marcus eine RIESEN weisse Haifischflosse neben der Molli gesehen. Ich weiss schon warum ich nicht im Wasser war. Apropos es wird wärmer: das Wasser hat jetzt 23 Grad. Brr… So.. zu guter Letzt ist uns aufgefallen, dass wir jetzt ein Jahr unterwegs sind (unseren Hochzeitstag haben wir darüber glatt vergessen :-)). Wir sind 9352 Seemeilen gesegelt und haben echt ne Menge erlebt. Juchhei. Auf ein Weiteres! ………….so long…

Fotoooos:

Bye bye Galapagos, wir vermissen die Seehunde!

Die See hat uns wieder!

YO Molli 8,5 knots faaaast!

egal was da kommt..

Jaron spielt uns Theater vor

..oder surft  ne Runde in der schaukelnden Molli..

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Morgen gehts los!

Yeah der Arzt hat sein Go gegeben und wir sind startklar. Freitag gehts also los auf unsere laengste Seefahrt bisher und wohl auch fuer immer. Es sind knapp 3000 Seemeilen, die auf uns warten. Huuuiiiii.. Molli ist startklar. Wir haben nochmal ein Riggcheck gemacht, alle Wanten nachgezogen, die gebrochene Segellatte repariert, uns verbunkert und natuerlich die ganze Technik wieder zum Laufen gebracht. Aufgeregt sind wir trotzdem.

Die letzten Tage hier waren superschoen. Wir haben noch ein paar Ausfluege gemacht und gerade hab ich die Galapagos Fotos hochgeladen. Also die naexte Mail kommt wieder von See und wir freuen uns maechtig ueber Kommentare, da wir die ja auch auf See erhalten koennen, ne???

..so long..

Eine kleine, neue Segellatte..

Ausflug zur Schildkroeten Aufzuchtstation

Ohhh..

Kaktusbaum

Langhals Riesen Schildkroete

Hups stoeren wir?

Ohne Worte!

Diese Kollegen gibts auch nur hier. Sie haben sich den Bedingungen hier angepasst und koennen nun im Wasser schwimmen und Algen fressen und spucken das Salz aus ihren Nasenleochern in kleinen Fontaenen wieder aus. Cool!

Ihn gibts im Uegrigen auch nur hier. Ein Riesenviech und wuderschoen!

Lina tanzt am Strand. Ins Wasser darf sie noch nicht wieder, aber das macht ihr nix. Das Wasser ist hier eh unglaublich KALT!

..und auf Baeume kann sie auch schon wieder klettern..

Jaron natuerlich auch!

WOW.

Ecuador achtet wirklich sehr auf seine Galapagos Inseln. Es waere so schoen, wenn Natur- und Artenschutz ueberall auf der Welt so gross geschrieben wuerde.

urig

..aber auch die Kleinen sind wunderschoen!

Adios Galapagos!

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LINA

Es dreht sich grad alles um die Kleine. Es ist schon ganz schön schwer für eine fast 4 jährige: nicht schwimmen, buddeln, hüpfen, allein ins Zimmer krabbeln und und und. Noch dazu kommt, dass es den Zeigefinger ihrer rechten Hand erwischt hat. Das heißt auch nicht malen, basteln, kleben,.. Wir haben alle Bücher schon gefühlte 100 mal gelesen und immer nur fernsehen ist auch echt langweilig. Bleiben noch Puppen- und Rollenspiele. Puh und das ist für uns nach 5 Tagen echt ne Qual.. Aber sie ist so tapfer, das wir uns nun auch durch den Kram durchbeißen.. Wir haben von der Klinik ein Attest bis Donnerstag näxte Woche bekommen. Damit ist es kein Problem so lange hier zu bleiben und wenn bis dahin nicht alles wieder ok ist, bekommen wir ein Neues. Tröstlich, aber wir können die Galapagosinseln grad gar nicht so richtig genießen.. Kein Wunder.
Ein kleines Grauen sitzt uns noch im Nacken, wenn wir darüber nachdenken, dass uns so ein Unfall auf hoher See passiert. Dazu möchte ich aber mal kurz was zu unserer Bordapotheke schreiben. Wir führen 4 große Boxen randgefüllt mit Medikamenten mit uns. Das sind die gleichen Medis, die die Deutsche Berufsschiffahrt laut Verzeichnis A mit sich führt. Die Medikamente sind alle durchnummeriert und mit passendem Buch gut verstaut. Falls uns nun etwas Blödes auf See passiert, können wir mit dem Buch genau das richtige Medikament für die Krankheit verabreichen. Wenn wir nicht genau wissen, was wir tun sollen, rufen wir mit dem Satfon in Cuxhaven an, dort sagen wir, dass wir Verzeichnis A an Bord haben. Die Ärzte können uns dann genau sagen, von welcher Nummer (also welches Medikament) wir wieviel nehmen müssen. Wir haben noch extra Medikamente für Kinder an Bord, wir könnten kleine OP’s durchführen, Zähne verschließen, einen Malariaschnelltest machen und Sauerstoff haben wir sogar auch mit an Bord. Viel mehr kann man glaub ich nicht machen. Manchmal denk ich, wir haben mehr Medis als Essen verstaut, aber zur Not essen wir dann einfach die Kohletabletten auf…
Ein mulmiges Gefühl bleibt aber trotzdem..
Neben dem ganzen Chaos wurschteln wir uns weiter durch die Supermolli.
Seit heute läuft unser neuer Bordrechner (Aqua PC Standard). Es hat lange gedauert das neue Betriebssystem zu installieren, da ich Erstens so was noch nie gemacht hab und Zweitens der Key nicht funktionierte, alles auf englisch ist und wir so gut wie kein Internet haben. Telefonisch hat’s dann aber doch noch geklappt. Zum Glück! Mit nem spanischen Windows wär ich durchgedreht!!! Nun sind alle Seekarten wieder drauf, AIS ist installiert und GPS läuft auch. Zur Zeit bin ich an der Software für unser Satfon, mit der wir zur Not Gribfiles auf See laden können. Heut Abend ist die Installation von Pactor dran. Davor graut mir ein wenig, aber ich hab ja beim super Einführungskurs von Michael Wnuk gut zugehört und brav mitgeschrieben.. Das wird schon. Der Rechner ist jedenfalls Super! Verbraucht statt 4 nur 1,2 Ampere, ist dafür doppelt so groß…
Marcus verlegt gerade mehr Leitungen für die Solaranlage, um die Leistung noch zu verbessern und gleich schrubbt Jaron das Deck. Wird auch Zeit und ich will jetzt nix über Kinderarbeit hören.. Im Staate Supermolli ist das erlaubt.
Ach übrigens gestern gabs auf der ganzen Insel einen Stromausfall und wir haben gehört, dass der einzige Satellit, den Ecuador hat, von Weltraumschrott bedroht ist. Also wenn ihr erstmal nix mehr von uns hört, wisst ihr warum..
..so long..

Lina mit Quetschfinger.

Wenn sie nicht reiten koennen, dann bauen sie sich eben eine Kutsche in der Molli. Auch gut!

oder eben neue Schlafkabinen!

Direkt nachdem Marcus und Jaron ums Boot geschwommen sind und Molli von ihren Algen befreit haben, tauchte ein Hai unter der Molli auf. Nicht ganz so klein der Amigo. Grosse Augen haben wir alle gemacht.

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Der eiserne Patient..

..unten in der Bilge lebt wieder!!!
Gestern haben wir alle Anschlüsse vom neuen Tank zum Motor gelegt, gestartet und schon is der Kollege los gerannt. Herrlich. Zuvor hatte ich noch die neue Einspritzpumpe, die Nikola im Gepäck hatte, gegen die in Quito reparierte ausgetauscht. Kein Risiko hatten wir uns gedacht. Wär ja schön, wenn wir es nun ohne weitere Probleme bis nach Fidji schaffen. Nach gefühlten 7 Einspritzpumpen wechseln und einem sehr interessanten Kurs, “wie reinige ich eine Einspritzpumpe recht oberflächlich aber effektiv in 1 Stunde” fühle ich mich gewappnet zur Not auch auf See alles wieder um zu bauen, falls es sein muss. Leider fasst unser neuer Tank nur noch 160 Liter, im Verhältnis zu den 400 unseres alten doch etwas wenig. Da haben wir uns gedacht noch etwas aufzurüsten und haben nun gut 500 Liter Diesel an Deck dabei. Die werden wir nach den Marquesas wieder runter schmeißen, aber für die ca. 3000 Meilen macht es schon Sinn Treibstoff zu haben, zumal wir sicherlich auch mal die Batterien Laden müssen.
So, dieser Text is ein paar Tage alt. Ich wollte ihn am nächsten morgen zuende schreiben, aber dann überschlugen sich die eher unschönen Ereignisse und es wurde alles nebensächlich. Ich Fang mal mit der Lappalie an. Nach einer spaßigen Geburtstags Party bei unseren lustigen Schweizer Nachbarn, bin ich leicht angetrunken ins Taxi Boot gestolpert und hab mir das Knie verdreht. Das ist jetzt 6 Tage her und meinem Knie geht es soweit wieder gut, angeharkt. Absolut unerträglich wurde es dann aber, als ich während ich im Motorraum war um Wasser zu machen, Lina in der Tür den Finger eingequetscht habe. Irgendwie hat sie sich nicht am Griff festgehalten sondern hat in den Scharnier Spalt der Tür gegriffen um auf die Toilette zu kommen. Ich möchte das hier nicht im Detail beschreiben, aber der Finger sah im ersten Moment so gruselig aus, das wir mit dem schlimmsten gerechnet haben. Zum Glück liegt das örtliche Krankenhaus direkt am Hafen und es war auch gleich eine Chirurgin vor Ort, die den kleinen Finger mit 4 Stichen genäht hat. Dort wurde uns gesagt, dass es durchaus sein kann das die Fingerkuppe abstirbt und somit ein Teil des Fingers abgenommen werden muss. Am nächsten Tag sind wir dann in eine Privatklinik gegangen um den Verband zu wechseln und dort sah alles schon viel besser aus. Der Arzt, der auch perfektes englisch spricht, war sich zu dem Zeitpunkt schon absolut sicher, dass alles wieder zusammen wächst. 2 Tage später, also heute, sah alles sehr gut aus und die tapferste aus unserer Familie verliert wohl einfach nur den Nagel und alles wird wieder gut. Für uns bleibt die Erkenntnisse, dass wir noch besser auf uns aufpassen müssen und absolut alle Eventualitäten in unser handeln einbeziehen müssen. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn wir einen Unfall dieser Qualität auf See erlebt hätten.
In 4 Tagen werden Lina die Fäden gezogen und natürlich bleiben wir so lang hier, bis alles absolut gut verheilt ist. Wir gehen davon aus, dass wir erst Anfang Juni Richtung Marquesas aufbrechen werden. Auf Hektik hat hier keiner Bock, es gibt auch noch genug zu tun……
Und obwohl es schon sehr bitter war in den letzten Tagen sind wir hier alle wieder gut drauf. Wenn ich jetzt nicht abends immer bei schlechten Filmen vorm Bildschirm einschlafen würde, während Nikola alleine Erdnüsse knabbern muss, hätten wir praktisch keine Probleme:)

..der neue Tank wird eingepasst.. ich glaube Lina ist skeptisch..

Yo da ist das neue Teil! Huebsch.

Ab jetzt wird nur noch durch den Wasserabscheider getankt.

Zwischendurch taucht mal wieder eine Robbe unter Molli her..

Posing Pelikan

..auch wenn ich mich vielleicht wiederhole, die Robben haengen echt ueberall rum, aber es wird nie langweilig sie zu beobachten!

der Himmel brennt

Pelikanzwischenlandung auf der Supermolli. Es scheint ihm zu gefallen. Er schlaeft jedenfalls gerade ein!

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Back home

Grade eben haben wir ein bisschen Internet, da schreib ich mal kurz. Ich bin gestern mittags Ortszeit wieder in Santa Cruz gelandet. Puh das war ein ride. Gestartet bin ich früh morgens in Münster am Flughafen. Dort ist mir erstmal mit Schrecken aufgefallen, dass ich ja über die USA Fliege und somit ein Visum brauche. Arrggh. Hab ich aber telefonisch regeln können. Von da an bin ich eigentlich in jedem Body und Gepäckcheck rausgezogen worden. Das Problem war Linas kleiner Lerncomputer. Der scheint auf deren Röntgenapparaten ein merkwürdiges Bild zu hinterlassen.. In Texas musste ich meinen grossen, schweren Rucksack wieder in Empfang nehmen. Das wollte ich ja nun eigentlich gar nicht, weil soo viele Zollverdächtige Sachen drin waren. Nun ja aber ich musste halt einmal in die USA einreisen und dann wieder ausreisen. Hat aber alles ohne Probleme geklappt. Zu dem Zeitpunkt war auch noch alles im Rucksack. In Ecuador/ Quito ging’s dann los. Nach der Passkontrolle, bei der ich gar nicht nach meinem Ausreiseticket gefragt worden bin (ich hatte mir eins für Ecuador-Panama gekauft, dass ich nun wieder cancelln kann), wurde mein Gepäck wieder gescannt und natürlich ging dann die ganz große Nummer los. Nach einer Stunde konnte ich alle davon überzeugen, dass der Computer, Wechselrichter, Dremel, einspritzpumpe und all der andere Kleinkram für eine Yacht in Transit ist. Die Flasche von dem Tankreiniger war nicht mehr in meinem Rucksack. Die wurde anscheinend noch in den USA rausgezogen. Zum Glück hatte ich die anderen Beiden in Shampoo Flaschen umgefüllt (man David danke für den Tipp!!!!!!).
Nach einer überaus bequemen Nacht auf der Flughafenbank konnte ich am nächsten morgen mit Hilfe der Behörden ein One-Way-Ticket nach Santa Cruz kaufen. Der Flug ging über Guayaquil. Also noch ein Rundflug über Ecuador inklusive. Wow das war beeindruckend! Mittags gelandet, ohne Probleme durch den Zoll, schnell ins näxte Boot zu unserer Insel und da standen dann meine Lieben auch schon winkend am Pier. Hui! Knapp 7 Tage weg. Davon 3 Tage reine Reisezeit, aber es hat sich echt gelohnt! Unsere Bootnachbarn warten immer noch auf ihre Ersatzteile, die sie alle schon vor Wochen, zum Teil vor Monaten bestellt haben.
Wegen der häufigen Nachfragen: es handelt sich beim Tankreiniger nicht um Grotamar. Wir haben keine Bakterien im Tank. Wir haben so viel Grotamar an Bord, dass wir damit pur getankt einen Tag fahren könnten 🙂 Man lernt ja aus den Problemen Anderer, ne Rancho?
So, der Kapitän hat versprochen den näxten Blog über den Stand der Dinge auf unserer Supermolli zu schreiben. Ich bin ganz schön alle, aber die Robben, die ums Boot schwimmen und die Leguane und sowieso die ganze Insel und das türkisfarbene Wasser haben mich wieder voll in ihren Bann gezogen. Ich bin glücklich..
..so long..

Wir besuchen den Fischmarkt, wo sich alle brav einreihen, um auch ja dran zu kommen!

Gibts hier vielleicht was umsonst??

..der Pelikan hat jedenfalls was bekommen..

..und ich???

Seit dem ersten Tag sind wir Dauergaeste auf dem Fischmarkt. Die Tiere sind soo zutraulich und verstehen sich untereinander auch. von links nach rechts: Robbe, Leguan, Pelikan, ein anderer Vogel, Jaron und Lina.. hihi

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