Captn speakin

hi david, hallo alle anderen.

so, der kaptn macht mal n tag pause m it dem ganzen krams  und  schreibt hier mal nen satz. keine frage, wir hätten auch gerne ne windfahnensteuerung. allerdings hat der oberguru peter wortmann (o. so ähnlich) gesagt, dass unser schiff nicht mit einer hilfsruder anlage wie die pazific plus zuverlässig gesteuert werden kann, da unser hauptruder fast über das schiffsende nach hinten raus ragt und die wasserströmung am ruder nicht genügend abreisst bevor sie am hilfsruder ankommt. naja, er will anlagen verkaufen, war auf unserem schiff und hat das festgestellt. auch als ich ihm sagte, das wir keine lust haben unser schiff auf pinnensteuerung umzubauen um seine pendelruder anlage zu verwenden, was er uns vorgeschlagen hatte, blieb er bei der aussage das eine hilfsruder anlage in unserem fall keine zuverlässige lösung sei. in unserem steuerstrang ist ein lenkgetriebe mit einer übersetzung von 1:24 verbaut, woraus die 6 umdrehungen hart  hart resultieren, die eine pendelanlage über das rad unmöglich machen . wir haben irgendwie keinen bock unser heck zu demolieren, ein paar tausend euronen auf den tisch zu legen um dann fest zu stellen das es nicht funktioniert und wir vorm wind sportlich abhalsen.  dazu kommt ja auch noch die geschichte, dass wir durch unseren 1,5 m klüver immer rückwärts in eine box einfahren und eine hilfsruderanlage permanent achtern  raus hängt. das macht mir angst:) zumal unser kahn rückwärts praktisch nicht steuerbar ist und ein angehängtes ruder bei rückwärtsfahrt durch sein wasserwiederstand vorm rumpf die steuerfähigkeit wahrscheinlich noch weiter einschränken würde. wenn das überhaupt noch möglich ist.  final bleibt noch zu erwähnen das wir ja eine ketch segeln und unser besan baum jede windfahne vergnüglich abrasieren würde, wenn wir mal nicht aufpassen. all dies hat uns dazu bewogen unsere batteriekapazitätz  auf satte 675 ah aufzubrezeln. wind u. schleppgenerator zu installieren und 200 watt solar so anzuheften, das wir sie mit 2 handgriffen von backbord nach steuerbord versetzen können um immer verschattungsfrei an 15a zu kommen. dazu haben wir diesen bekloppten 1/4 ps lewmar motor gekauft und unseren alten autohelm 6000 als ersatz mitgenommen. wir wollten 2 kurscomputer mitnehmen, anzeigegeräte sind im nexus netzwerk flexiebel zu nutzen. das ein kompass oder analoger ruderlagen geber versagt, halte ich für fast ausgeschlossen. wenn wir allerdings den permanenten kohleabfluss langsam bremsen könnten der immernoch in ausrüstung fließt, würden wir beides noch anschaffen bevor wir hoffentlich irgendwann über den atlantik gehen.

so, genug geschrieben, es gibt auch noch coole neuigkeiten.

wegen guten wetters und viel zu tun am montag, haben wir linas geburtstag mal eben auf morgen vorverlegt. alle sind ausm häuschen und für ihre einladungskarte an die crew hat sie sich folgenden text ausgedacht …..papa, ich lade ich dich zu meinem 3ten geburtstag ein. plötzlich hatte ich geburtstag))) hups, so schnell kanns also gehen.  toll, alle freuen sich auf morgen. auch unser oberkäptn pit schmitt wird sich nicht zieren voll ins partygeschehen einzugreifen und mit luftschlangen um sich zu pusten bis ihm die röte langsam bis an die stirnfalten hochsteigt.

das wird ein tag……

 

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The autopilot 2

Also erstmal möcht ich mich für die vielen Zuschriften bedanken!! Wie lieb! Ich versuch hier  mal unser Problem zu erläutern und frag dann den Kapitän, ob ichs so auch richtig beschrieben hab:

Windfahne müssen wir leider ausschließen, da eine Fahne nicht genug Kraft hätte. Unsere Radübersetztung ist 6 mal 6 hart hart (PS: Die Verkäufer: z.B. Peter von der Pacific waren an Bord und mussten leider passen..)..

Wir hatten einen Autopilot an Bord, der prima funktioniert hat, allerdings schon etwas älter war. Somit haben wir uns überlegt, wir kaufen neu und behalten den Motor als Backup. Wir hatten einen Autohelm mit Navman Computer. Nun haben wir Lewmar mit Nexus Kurscomputer. Wenn wir den Autohelm anhatten, konnte man das Steuerrad nicht per Hand anhalten.

Also alles Neue eingebaut, aber leider kann man das Steuerrad bei Gebrauch mit zwei Fingern anhalten. Vorher kam Herr Gotthart an Bord und hat alles eingestellt und geschaut, ob wir alles Richtig angeschlossen haben, leider ist uns da der Fehler noch nicht aufgefallen.. Der Pilot steuert hervorragend, aber leider ohne Kraft. Herr Gotthart meinte als erstes dazu, dass der Pilot das noch lernen würde. Wir sind dann leider 3 Tage mit Autopilot gefahren. Die Ausgangsspannung am Kurscomputer war immer gleich (ca 6 Volt) und auch nach mehrmaligem Hinweis unserer seits wurde darauf nicht eingegangen. Unsere Vermutung, die Kupplung würde deshalb schleifen und den Motor heiß werden lassen, hat sich auch bestätigt. Dann kam ein neuer Kurscomputer. Den verpolte Marcus leider. Aber zum Glück wars aber nur die Anzeige, die hinüber war. Gotthart schickte den Dritten zusammen mit der Anzeige. Auch der Dritte machte das gleiche Problem. Marcus hat alle Verbindungen 3 mal erneuert. An den Kabeln kann es also auch nicht liegen. Dann hieß es, es fehlt ein Relais hinter dem Computer, um die Ausgangsspannung auf 12 Volt zu machen. Relais angekommen und eingebaut, aber selber Fehler (vielleicht etwas schwergängiger..) Da jetzt klar ist, dass 12 Volt auf die Kupplung muss, hat Marcus den Motor direkt an 12 Volt angeschlossen: Selber Fehler. Und der alte Motor hat das gleiche Problem. Nun vermuten wir, dass auf misteriöse Weise vielleicht beide Motoren kaputt sind??

…So der Kapitän hat leider keine Zeit hier nochmal drüber zu schauen. Pit hat direkt den Motor aufgeschraubt und mit Lewmar telefoniert. Laut Lewmar kann es sein, dass die Kupplung justiert werden muss.. Nun eiern die Zwei mit dem Motor an Land und statten Lewmar einen Besuch ab. Mal sehen, ob das das Problem löst..

Ich hoffe ich hab hier alles Richtig aufgeschrieben… 🙂

..so long ihr Lieben..

und nachträglich noch ein paar Fotos vom Landgang:

Falmouth Landgang

Falmouth Landgang

Falmouth Landgang

Jaron und Pit = best friends

Falmouth Landgang

Falmouth Landgang

 

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Der Autopilot..

..ist scheiße. So nu isses mal raus. Wir sind echt gefrustet. Nachdem Marcus wieder Stunden im Motorraum geschraubt hat, wurde von Gotthard in Hamburg entdeckt, dass sie vergessen haben uns ein Relais mitzuliefern. Danke. Das soll also der Fehler sein. Hmpf und wir buckeln uns hier krumm. So nun sind wir in dem hübschen Falmouth angekommen und das Relais ist auch schon angekommen. Marcus hats brav eingebaut (sowas dauert hier ca 2 Stunden und ist echt fiese Arbeit in der hintersten Ecke vom Motorraum). Und siehe da. Es funktioniert natürlich NICHT. AAARRRGHHH. Es nervt echt. Und leider ist in Deutschland mal wieder schon Feierabend. Wir sind mit unserem Latein am Ende. Unser spezi Joker Kony wird auch etwa täglich drei mal angerufen, aber wir finden einfach keine Lösung.

Heut abend schlägt unser Freund und Kapitän Pit ein und will eigentlich mit uns durch die Biskaya, aber ohne Autopilot gehts einfach nicht. Menno!!!

..nachträglich noch ein paar Fotos..

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Brixham England

Jaa wir waren fleißig. Wir sind erstmal nach Yarmouth (Isle of Wight) gesegelt und dann weiter nach Brixham (Dartmoor). Die Kanalquerung bei Dover war total unspektakulär. War kaum was los und mit unserem AIS schaut man einfach auf den Bordcomputer und sieht wirklich ganz genau wann welche Schiffe wo sind. Und weils so unspektakulär war, sind wir auch gar nicht in Dover eingelaufen sondern direkt weiter. Wir mutieren irgendwie zu Nachtseglern.. Es hat sich so eingeschleicht, dass ich bis 3 Uhr das Ruder in der Hand hab und Marcus bis morgen 9/10Uhr. Und leider müssen wir immernoch auf unseren Autopilot verzichten. Der zweite Autopilot (den Marcus übrigens gar nicht verpolt hat!! Juchuhh nur die Anzeige is dahin), funzt nicht und der dritte auch nicht. Marcus telefoniert täglich mit Gotthart in der Heimat und kriecht auch täglich im Motorraum rum und versucht alles, um den Fehler endlich auszumerzen. Ohne Pilot können wir auf jeden Fall nicht die Biskaya queren. Hmm. Wir kämpfen weiter.

Leider hat der Kapitän auch immer noch schlimm Rücken, aber er hält sich tapfer gerade und vermisst kläglich die guten deutschen ABC Pflaster. Hier gibts nur Schrott..

Die Einfahrt durch den Needles Channel zum Hafen auf der Isle of Wight hat sich als echt schwierig rausgestellt. Wir sind ganz unbedarft hingedüst und dann ist natürlich das Wetter schlagartig umgesprungen: Nebel, Regen, dicke Wellen, krasser Strom (up to 4 Knoten gegenan) und dann konnten wir unsere GPS-Daten nicht mehr auf dem Bordcomputer sehen. AAArrrggghHHH! Zum Glück haben wir ja unser Back-up system mit dem Plotter! Schnell angemacht und schon gings wieder weiter. Die Isle of Wight war total beeindruckend schön! Kliffig (Jaron sprach von der Dracheninsel), rockig, urig, bezaubernd, verwunschen..

So und auf unserer letzten Überfahrt nach Brixham hat der Kapitän doch tatsächlich seinen ersten FISCH geangelt!! Ich glaubs nicht! Heute wird er als unser Anglerheld gefeiert! Obwohl Jaron es erstmal gar nicht schön fand: “Ich bin traurig. Den näxten Fisch den ich angel tu ich in eine Vase mit Deckel und betrachte ihn. Ich mag lieber Fische zum anschauen…” Lina dagegen fand den Fisch ohne Kopf gar nicht schlimm. Sie hat ihn auch tapfer angefasst, nur essen will sie ihn lieber doch nicht 🙂

@ Ranchos.. neben uns liegt die Tres Hombres.. Wir watscheln gleich mal rüber 🙂

… so long..

ich kann leider keine Positionsmeldung mehr eingeben, dann stürzt irgendwie alles ab.. und unsere route ist auch immer einen Tag hinterher. Wer die genaueste und aktuellste Positionsmeldung haben will, schaut einfach hier:

http://www.pangolin.co.nz/xtras/yotreps/tracker.php?ident=db6759

 und ein paar nachgereichte Fotos:Isle of Wight

Yarmouth (Isle of Wight)

Yarmouth (Isle of Wight)

Yarmouth (Isle of Wight)

Yarmouth (Isle of Wight)

Yarmouth (Isle of Wight)

Yarmouth (Isle of Wight)

englische Küste

Englischer Kanal

Englischer Kanal

Englischer Kanal

Brixham

Brixham

 

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An Tagen wie diesen..

Tjaaa nun bin wohl eindeutig ich es, die diesen Eintrag schreiben muss… Wir wollten eigentlich nur mal schnell umparken, um zum  Tanken zu fahren und dann hab ich wohl den Achterfestmacher nicht gaaanz reingezogen…. Jaa der Klassiker: Festmacher (Tau) in der Schraube und Schluß aus, Motor aus. Hektik an Bord, da es Strömung im Hafen gab. Marcus wollte sofort tauchen und freischneiden, aber wir hatten so einen Zahn drauf (Richtung Superyachten), dass wir uns für Anker schmeißen entschieden. Leider nicht möglich bei 2 Meter Wassertiefe und keinem Platz zum Kette stecken. Also bin ich mit Tau in der Hand in das schön klare, heiße, wohltuende Hafenbrakwasser gesprungen und an den näxten Steg geschwommen und dann haben wir sie mit Hilfe drei netter Franzosen wieder zurück in die Box manövriert. Wir hatten ein heiden Glück, dass sie keine der teuren Yachten geschrammt hat. Puh – dafür hab ich mir ein paar Schrammen abgeholt.

Ach und nachdem Marcus dann netterweise wieder tauchen gegangen ist, um den Tampen loszuschneiden (das Getriebe hat nix abbekommen… zum Glück), hatte die Tankstelle dann zu.

Eigentlich ist es schon ganz schön toll was uns so alles passiert. Andere müssen jahrelang segeln, um so viel berichten zu können wie wir in ein paar Monaten. Super!

Dann hat Marcus noch schnell unseren Großbaum 8 cm abgeflext..

…und zur Freude der Kleinen bauen wir in großem Stil Kresse an! Wir sind sehr stolz, dass das so gut klappt!

Jetzt liegen wir vor dem Hafen an der Mooring und hoffen, dass morgen unser Autopilot kommt und wir weiter segeln können..

…so long…

 

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