Autocamp 4.0


Hups schon wieder ne Woche um.. Wir tingeln grad von einem zum anderen Campingplatz = Autocamp. Das grosse Warten auf die Wasserpumpe. Nach viel Recherche konnten wir uns die kaputte Membran in einen Schiffsbedarfsladen in Zadar schicken lassen. Aber das hat na klar ein wenig gedauert.
Auf der irren “Mond”Insel Pag an der Adriakueste haben wir meinen alten Kumpel Matti samt Familie getroffen. In Povljana. Yeah!
Zadar hat leider keinen wirklich schoenen Platz, so sind wir nun in Nin gelandet. Wir fuehlen uns etwas deplaziert in diesem riesigen Holiday Camping Resort. Die Idee war den Kindern Pool, Kids Club, Wasserrutschen, Animation und Highlife zu spendieren. Der Plan ist aufgegangen. Aber unsere Sozialstudien enden taeglich in einer fassungslosen, sprachlosen Laehmung. Erstarrtes Kopfschuetteln. Es wird Zeit weiter zuziehen!
Wenn da nicht diese daemliche Kellerklappe gewesen waere! Also ich mein die Aussenklappe der Perle. Sie ist dem eh schon laedierten Kapitaen auf gemeine Weise, hinterruecks auf den Kopf gescheppert. Aua. Nun ist er eingestaucht und wir haben noch einen Tag im Holidayparadies verlaengert. Zum Glueck haben wir etwa zeitgleich eine sehr lustige slowenische Punkerfamilie als Nachbarn bekommen. Punk schreibt sich dort im uebrigen Pank. Nur mal so..
…so long..
PS: der letzte Blog hat jetzt auch Bilder…
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Croatia


Nach zwei Tagen Leipziger Allerlei, mit Kony, Titanick und dem wunderschönen, freundlichen Wagenplatz, sind wir über Tschechien, Slowakei und Ungarn mit enttäuschendem Ballaton endlich in Kroatien eingefallen. Seline war unser Zuhause für genau 2 Nächte. Wir sind ja Campingfrischlinge, somit mussten wir erstmal verstehen, dass das Grüssen unter Platznachbarn wohl einer gewissen Systematik unterliegt. Mittlerweile haben wir unseren Platz gefunden, sind wohl akzeptiert und in die Gemeinschaft aufgenommen.. Juchuhh. Jetzt aber los nach Zadar, wir brauchen ne neue Wasserpumpe, unsere will nich mehr. Die Perle schlägt sich an sonsten Bestens. Erst wurde sie zwar ein wenig heiss, aber der Kapitän hat sie zurecht geschraubt..
So long…
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Rock ‘n’ Roll


Es ist soweit, die Perle rollt und wir mit ihr! Ein grosses, RIESIGES Danke geht ganz klar an Kony!
Trotz Poststreik, Haar-riss im Kuehler, Zeitmangel, Grundierungsproblemchen, der Out-Schraube, Erkaeltungen, spritzenden Armaturen, brüllendem Kater nach polnischem Vodka, wehenden Lueftern, einer kranken Sumi und unseren üblichen, leichten Messfehlern ist es vollbracht! Wir sind gluecklich und nun geht die Reise weiter.. Ein Ziel gibt es nicht, aber der Sued-Osten ruft uns. Mal sehen wie weit wir kommen.. Danke Muenster!
..so long…
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Projekt PERLE


::NEWS::NEWS::NEWS:: Da tut sich was im “Hause” Carp.. Ich erwaehnte ja bereits, dass das Reisen mit Kindern und 4 beladenen Taschen nicht so wirklich unser Fall ist, so haben wir kurzerhand unsere Plaene mal wieder um geschmissen. Wir haben Nepal von unserer Reiseliste gestrichen, was angesichts des verheerenden Erdbeben ein Glueck fuer uns war. Natuerlich bedauern wir zutiefst die vielen Menschen, die durch diese Katastrophe ihr Hab und Gut oder sogar ihr Leben verloren haben.
Wir sind von Indien mit dem Flieger nach Deutschland geduest und haben uns einen Reisebus Setra S80 gekauft. Natuerlich mit der mal wieder grossartigen Hilfe von “Kony the man”. Der Bus hat, wie auf den Fotos zu erahnen, die Farbe “Tech-Violett” und wurde deshalb na klar gleich “die Perle” getauft… Geiles Teil! Der Bus ist vor 15 Jahren komplett restauriert worden, also alle Bleche ab, Motor umbau, Innenausbau neu…. Allerdings ist er seit dem nicht mehr auf der Strasse gewesen. Also nicht mehr angemeldet gewesen. Er stand die ganze Zeit in der Halle. Die Folgen: Kein Rost, ich wiederhole: KEIN ROST. Der Aus- und Umbau ist zwar unbenutzt, aber doch alt und nicht komplett fertig. Das schreckt uns aber mal so gar nicht ab. Ja und damit ist das Projekt Perle geboren! Ziemlich passend genau nachdem wir jetzt 3 Jahre unterwegs sind.. Hach wie bewegend ;-)
Dank Kony hat unsere Perle einen trockenen Platz in seiner Halle in Muenster gefunden. Dort schrauben und werkeln die Maenner tagein tagaus, waehrend ich den Job der Bestelltante und Kinderanimatoese uebernommen habe. Wirklich viel besitzen wir ja nicht mehr, so muessen neben Busteilen auch Puett und Pann besorgt werden.. Etwas schwierig hat sich die Anmeldung gestaltet. Marcus ist nach Hamburg gefahren, hat sich dort aber eine Absage beim Amt eingefangen. Ohne Termin geht mal so gar nix. Also erst in 3 Wochen. Puh. Wir haben das Schaetzchen kurzerhand auf meine Mami in Muenster angemeldet. Dabei stellte sich aber heraus, dass der Fahrzeugbrief, der 1969 ausgestellt wurde, keine Laengen- und Breitenmaße enthaelt. Nur mit Gutachten laesst sich dieses in den neuen Brief eintragen. Ohohoh.. Zum Glueck hat die nette Dame am Schalter ein Auge zugedrueckt und die Felder einfach frei gelassen. Wer haette gedacht, dass das in dieser Buerokratie moeglich ist?
Jaron und Lina haben sich in Windeseile eingelebt. Kinder halt. Am Tag unserer Landung is noch was ganz Lustiges passiert: Wir sind ohne Socken gelandet. Naja also wir hatten schon Socken, aber halt diese unfoermigen Flugzeugsocken. Wir sind also erstmal in die Stadt, um dem Abhilfe zu schaffen. Es hagelte zur Freude der Kleinen und Jaron untersuchte diesen sofort, mit der Bemerkung: Es hagelt ja EIS! Dann fragte er mich, ob er den Hagel mal probieren duerfte. Ich: Na klar jeder muss mal Hagel probiert haben. Er testete also: MAMA! Der ist ja aus Suesswasser!!! Tihi…
So, wir feiern jetzt erstmal unser 3-jaehriges Reisejubilaeum und auch fast zeitgleich unseren 8. Hochzeitstag. Das verflixte 7. Jahr verlief ja eigentlich ganz gut *grins*
….so long von der Supermolli-Crew on the road…
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Jaisalmer die Wüstenstadt


Jaisalmer wird auch die goldene Stadt genannt, da die Gebaeude aus gelbbraunen Sandstein errichtet wurden. Der Sage nach gruendete Rawal Jaisal, der Koenig der Rajputen, das Fort 1156 auf dem Trikuta Felsen. In ganz Rajasthan wird dieser mystische Felsen besungen. Der Gott Krishna soll vorausgesagt haben, dass einer aus seinem Clan ein Koenigreich auf diesem Tafelberg gruenden wird. Krishna beruehrte den Felsen und eine Quelle sprudelte aus dem Huegel.
Noch heute steht die Wasserquelle im Fort und tatsaechlich ist Jaisalmer in einem Umkreis von 17 km mit viel unterirdischem Wasser versorgt.
Die Rajasthani sammelten schon immer im Sommer, in der Regenzeit vor ihren Staedten und Doerfern in angelegten Seen das Regenwasser und bewaessern so das ganze Jahr ueber ihre Felder und haben eigentlich genug Trinkwasser. Mittlerweile versorgt der Indra-Ghandi-Kanal unregelmaessig grosse Teile der Wueste Thar mit Wasser.
In dem fernen Harike Wetland im Nord-Osten Jaisalmers, dem groesten Feuchtgebiet Nordindiens, startet der 200 km lange Zubringerkanal. In der Stufe 1 versorgt der 189 km lange Hauptkanal ein 3.454 km langes Verteilungssystem mit Wasser. Stufe 2 umfasst den Bau eines 256 km langen Hauptkanals, der wiederum ein 5.606 km langes Verteilungssystem versorgt. Leider graben die Stauseen in Indien den natuerlichen Fluessen das Wasser ab und so gibt es jetzt mehr Duerren als es vor dem Bau der modernen Wassersysteme gab….

Jaisalmer hatte seine Bluetezeit als Oase an der Kamelroute gelegen. Mit dem Ende des Moghulreichs und dem Beginn der britischen Kolonialherrschaft begann der politische und wirtschaftliche Verfall Jaisalmers. Jetzt lebt die Stadt vom Tourismus und ist strategisch wichtig fuer das Militaer. Waehrend 1800 die Einwohnerzahl noch auf 35.000 geschaeetzt wurde, lebten 100 Jare spaeter nur noch ein paar tausend Menschen in der Festung. Derzeit sind es 60.000 Einwohnern, von denen ca. 3.000 in dem historischen Kern, der Altstadt des Forts leben. Die Altstadt mit ihren bewohnten, gewundenen Gassen, den farbenpraechtigen Geschaeften, den Jaintempeln und den Havelis (den Wohn- und Geschaeftshaeusern, der reich gewordenen Haendler) hat es uns angetan. Wir geniessen das bunte, warme Jaisalmer. Alles erinnert an 1001 Nacht, die Geheimnisse der Wueste und exotische Karavanenrouten. Und so reiten auch wir bei einer Kamelsafari auf den Dromedaren und lassen uns vom Wuestenwind fönen.
…so long aus dem Wuestenmaerchen…
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